111 Jahre Renault in Deutschland

26. November 2018

Am 17. Oktober 1907 gründete Louis Renault, einer der Automobilpioniere seiner Zeit, mit einem Kapital von 400.000 Reichsmark die „Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft” – die erste ausländische Tochtergesellschaft der Marke überhaupt. Firmensitz und Verkaufsräume befanden sich seinerzeit in der Mohrenstraße 22/23, direkt am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Seit 1959 ist Brühl bei Köln Unternehmenssitz von Renault Deutschland.

Renault BY 20 CV von 1910. Foto: Renault

Louis Renault legte damit den Grundstein für eine beeindruckende Renault Story in Deutschland. Mit Fahrzeugen wie dem 4 CV oder dem R4, mit dem Espace, dem Scénic oder dem Twingo verbinden viele Autofahrer hierzulande mehr als nur ein reines Transportmittel. Renault – das ist für viele Menschen auch ein Stück Lebensgefühl. Mit Modellen wie dem Captur oder dem Kadjar knüpft die Marke heute an diese Tradition an. Besonders erfolgreich ist Renault auch im Bereich Elektromobilität: der ZOE ist aktuell das meistgekaufte Elektroauto Deutschlands.

Neben einer attraktiven Modellpalette ist das Händler- und Servicenetz eine Säule für den Erfolg von Renault. Mit rund 1.000 Verkaufs- und Servicestellen bilden die deutschen Renault und Dacia Partner eines der dichtesten Händlernetze des Landes. Rund 18.000 Menschen arbeiten in Deutschland für Renault.

Renault Reinastella von 1929. Foto: Renault

Modell-Ikonen begründen Erfolgsgeschichte

Der Aufstieg zu einem der wichtigsten Automobilhersteller Europas gründet schon früh auf Luxuslimousinen, die keine Wünsche offenlassen. Die Modelle sind wegen ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit sehr beliebt, so dass Verkäufe und die Zahl der Vertretungen stetig wachsen. Auf die wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts reagiert Renault flexibel und wechselt zwischenzeitlich nach Frankfurt am Main. Dennoch profitiert Renault von dem aufkommenden Automobilboom und kann seine Position mit populären Modellen wie dem Primaquatre stärken. In den 1920er- und 1930er-Jahren setzen Ikonen wie Nerva Grand Sport und Suprastella neue Design-Maßstäbe in der Luxusklasse und belegen als rollende Skulpturen regelmäßig vordere Plätze bei automobilen Schönheits-wettbewerben.

Renault Juvaquatre von 1939. Foto. Renault

1950er-Jahre: Umzug ins Rheinland

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgt 1949 in Baden-Baden der Neustart als „Renault Automobilgesellschaft für Deutschland mbH”. In den Aufbaujahren stellt sich der französische Hersteller in Deutschland neu auf und entscheidet sich 1954 für den geografisch und verkehrstechnisch günstigeren Standort Köln. 1959 erfolgt der Umzug nach Brühl, wo auf einem 200.000 Quadratmeter großen Gelände eine neue Hauptverwaltung entsteht.

Entwickluzng des Rombus, des Renault-Markenzeichens. Foto: Renault

Vom 4 CV bis zum Scénic attraktive Modelle für alle Ansprüche

In den 1950er-Jahren bietet Renault auch in Deutschland mit attraktiven und erschwinglichen Fahrzeugen die passende Antwort auf den rasant zunehmenden Mobilitätsbedarf. Der Renault 4 CV gehört zu den ersten Modellen nach dem Zweiten Weltkrieg und erfreut sich über Jahre einer großen Nachfrage. Das Modell Dauphine bringt einige Jahre später das Unternehmen im Land des Wirtschaftswunders endgültig auf Erfolgskurs. Weitere praktische und bezahlbare Modelle wie Renault 4 und Renault 5 festigen die Position der Marke. In den 1980er- und 1990er-Jahren stellt Renault zudem zahlreiche innovative Fahrzeuge vor, die völlig neue Segmente begründen: Modelle wie Espace, Twingo, Scénic und Kangoo etablieren neue Fahrzeugklassen, die von namhaften Volumenherstellern kopiert werden.

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