50 Jahre Dacia: einfach erfolgreich

6. August 2018

Seit 1999 ist Dacia Teil der Renault Gruppe. Mit Einführung der Stufenhecklimousine Logan startete die Marke 2004 eine einzigartige Erfolgsstory und avancierte zum weltweiten Anbieter, der in 44 Ländern präsent ist. Seit dem Relaunch setzte Dacia über fünf Millionen Fahrzeuge ab, allein im ersten Halbjahr 2018 legten die Verkäufe weltweit um 13,4 Prozent zu, in Deutschland sogar um fast 25 Prozent.

Lzenzbau des Renault 8 – Dacia 100. Foto: Dacia.

Im Jahr 1965 beschloss die rumänische Regierung den Aufbau einer nationalen Automobilindustrie. Mangels eigenen Know-hows entschied sie sich für die Lizenzfertigung. Verschiedene westliche Hersteller wurden kontaktiert, am Ende gewann Renault die Ausschreibung mit einem Modell, das zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Markt war: dem Renault 12.

Der Renault 12 bekam eine weitere Identität als Dacia. Foto: Hersteller

Als Produktionsstätte wurde das Lkw-Komponentenwerk „Uzina de Piese Auto Coliba?i” bei Pitesti ausgewählt und mit Hilfe von Renault zu einem Automobilwerk ausgebaut. Am 20. August 1968 schließlich startete offiziell die Produktion – anders als geplant zunächst mit dem Renault 8. Der Name des neuen Modells: Dacia 1100. Ein Jahr später folgte mit dem Dacia 1300 der ursprünglich vorgesehene Lizenzbau des Renault 12.

Mit der Öffnung Rumäniens nach Westen strömten in den 1990er-Jahren günstige Gebrauchtwagen ins Land. Um sich gegen die neue und vielfach modernere Konkurrenz am Markt zu behaupten, suchte Dacia nach einem Partner. 1999 wurde die Marke Teil der Renault Gruppe, die 51 Prozent der Anteile übernahm und den Standort Pitesti gründlich modernisierte.

Dacia 1410 Sport von 1985. Foto: Dacia

2004: erfolgreicher Neustart mit dem Logan

Als Initialzündung für den kommenden Dacia-Aufschwung erwies sich der Marktstart der kompakten Stufenhecklimousine Logan im Jahr 2004. Das ursprünglich als „5.000-Euro-Auto” für Schwellenländer konzipierte Fahrzeug verband zeitgemäße Renault Technik mit einem günstigen Anschaffungspreis, bezahlbaren Unterhaltskosten und großer Zuverlässigkeit. Praktisch aus dem Stand entwickelten sich der Logan und die ab 2007 erhältliche Kombiversion Logan MCV zu globalen Bestsellern. Wie alle späteren Dacia Modelle vertrieb die Renault Gruppe den Logan von Beginn an in vielen Ländern auch unter dem Markennamen Renault.

Mit dem Logan stieg der Erfolg der Marke kräftig an in Westeuropa. Foto: Dacia

Immer das günstigste Fahrzeug in jeder Klasse

Die Logan-Baureihe diente als Vorbild für alle künftigen Dacia Fahrzeuge. Fortan verfolgte die Marke mit jeder Neuerscheinung konsequent die Politik, das günstigste Modell in der jeweiligen Klasse anzubieten.

2008 erweiterte Dacia seine Modellpalette um den Kleinwagen Sandero. 2010 folgte der nächste Coup: Dacia präsentierte mit dem Duster auf dem Genfer Auto-Salon seinen ersten SUV. Mit über 2,3 Millionen verkauften Fahrzeugen bis Ende 2017, davon 1,3 Millionen unter dem Namen Dacia, entpuppte sich das Trendfahrzeug als echter Welterfolg.

Mit dem Lodgy stieg Dacia 2012 auch ins Segment der Kompaktvans ein. Nur wenig später präsentierte die Marke als fünfte Modellreihe den Hochdachkombi Dokker und die Nutzfahrzeugvariante Dokker Express.

Ab September 2012 folgten mit den zweiten Generationen von Logan, Sandero und dem Kombi Logan MCV die nächsten Modellneuheiten. Sie basieren auf aktuellen Renault-Plattformen und bieten hochmoderne Technik von der Konzernmutter Renault. Mit der zweiten Generation des Kompakt-SUV Duster debütierte 2017 das vorerst jüngste Modell der Marke.

Im gleichen Maß wie die Modellpalette wuchsen die Dacia Absatzzahlen: Bereits 2009, nur fünf Jahre nach dem Neustart, feierte Dacia den Verkauf des einmillionsten Fahrzeugs. Im März 2018 wechselte der fünfmillionste Dacia in Kundenhand.

Zusätzlich zur Produktion im Stammwerk im rumänischen Pitesti fertigt die Renault Gruppe heute Dacia-Modelle und baugleiche Fahrzeuge unter dem Namen Renault in Casablanca und Tanger (Marokko), Moskau (Russland), Curitiba (Brasilien), Envigado (Kolumbien), Cordoba (Argentinien) und Oran (Algerien). Hinzu kommt die Produktion in den Werken Chennai (Indien) und Togliatti (Russland).

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