Vorschau: Skoda bei den Classic Days Schloss Dyck

30. Juli 2018

Ein Highlight der diesjährigen Classic Days gastiert auf der Museums-Halbinsel: Beim sogenannten FIVA A Concours d’Élegance ,Jewels in the Park‘ erleben Fans automobile Raritäten aus der Zeit zwischen 1886 und 1988, die nicht allein wegen ihres hervorragenden Zustandes beeindrucken. Die hier ausgestellten Fahrzeuge werden nach den Kriterien Originalität, Historie und Zustand beurteilt. Zu den exklusiven Teilnehmern des Schönheitswettbewerbs zählt unter anderem der Škoda Laurin & Klement 110. Die 25 PS starke Oberklasselimousine aus dem Jahr 1925 war das letzte Laurin & Klement-Modell vor der Fusion zwischen dem 1895 gegründeten Unternehmen und den Škoda Werken aus Pilsen. Das Modell ging als böhmischer Exportschlager in die Annalen der Marke ein – rund 3.000 Exemplare fanden einen Käufer. Wie kein anderes Auto der Firmengeschichte steht der Škoda L&K 110 für den Übergang in eine neue Ära: Mit der luxuriösen Oberklasselimousine eroberte der Autohersteller auch internationale Kunden.

Den ŠKODA Laurin & Klement 110 von 1925 können Besucher beim FIVA A Concours d’Élegance ,Jewels in the Park‘ erleben. Foto: Skoda


Zwei historische Rennwagen der tschechischen Traditionsmarke können die Besucher auf Schloss Dyck auch in Aktion erleben: Der Škoda 200 RS und der Škoda 130 RS – bekannt als ,Porsche des Ostens‘ – nehmen den rund 2,8 Kilometer langen Rundkurs der Classic Days im Rahmen von Demonstrationsfahrten gleich mehrmals unter die Räder.

Mit dem ŠKODA 200 RS wollte der Autohersteller 1974 in die Gruppe 5 einsteigen, in der vor allem Hochleistungs-Rennwagen an den Start gingen. Nur zwei Exemplare wurden gebaut. Foto: Skoda

Den 200 RS produzierte Škoda 1974 genau zwei Mal – zusammen mit lediglich einem Exemplar des vergleichbaren 180 RS. Mit dem Kompaktsportler wollte der Autohersteller in die Gruppe 5 einsteigen, in der vor allem Hochleistungs-Rennwagen an den Start gingen. Doch schon kurz nach der Präsentation des Fahrzeugs schrieb der Automobilverband FIA diese Top-Kategorie des Motorsports nicht mehr aus. Es blieb beim Einsatz bei ausgewählten Rallyes. Der größte Erfolg des 200 RS war der Doppelsieg bei der Rallye Šumava 1975. Der Prototyp bildete die Basis für das nachfolgende und deutlich seriennähere Allround-Talent 130 RS.

Der 130 RS gilt als Vorläufer der sportlichen ŠKODA RS-Modelle. Bei den Classic Days sehen Fans den ,Porsche des Ostens‘ bei Demonstrationsfahrten auf der Strecke. Foto: Skoda

Den 130 RS fertigte Škoda ab 1975 – er hat als das erfolgreichste Rallye- und Rundstrecken-Fahrzeug des ehemaligen Ostblocks Geschichte geschrieben. Zu seinen größten Triumphen zählen der Sieg in der Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sowie der Doppelsieg bei der Rallye Monte-Carlo 1977 in der Kategorie bis 1.300 cm³ Hubraum. Mit nur 860 Kilogramm (880 bei der Rallye-Ausführung) ist der Škoda 130 RS ein echtes Leichtgewicht, da ausgewählte Karosserieteile wie das Dach, die Fronthaube und die Außenhaut der Türen aus Aluminium bestehen. Kotflügel und Motorhaube sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Den Antrieb übernimmt ein 1,3-Liter-Motor mit OHV-Ventilsteuerung. Der rund 140 PS starke Vierzylinder beschleunigt das Auto auf bis zu 220 km/h. Der Škoda 130 RS gilt als Vorläufer der sportlichen RS-Modelle der tschechischen Traditionsmarke. Gemeinsam mit dem 200 RS geht die Rallye-Version des Škoda 130 RS in der zweiten Startgruppe des Autostadt-Laufs ,Passion Pace Performance‘ auf die Strecke. Die Demonstrationsfahrten stehen am Samstag um 13:40 Uhr und am Sonntag um 13:25 Uhr auf dem Programm. Darüber hinaus präsentiert Škoda die Fahrzeuge im neuen Fahrerlager.

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