Der einzige Ur-Käfer von 1939

23. Februar 2018

Mit dem Baujahr 1939, einer bewegten Geschichte und nach mehrjähriger Restaurierung ergänzt ab jetzt der einzig erhaltene VW 39-Vorserien-Volkswagen die Dauerausstellung im Automuseum PROTOTYP. Das historisch bedeutsame Fahrzeug komplettiert die facettenreiche VW-Geschichte, die bei einem Museumsbesuch in der Hamburger HafenCity zu entdecken ist – denn eigentlich ist dieser Ur-Käfer ein Porsche…

Thomas König und Oliver Schmidt sind Gründer des Museums PROTOTYP in der HafenCity in Hamburg. Dort ist seit Neuestem der letzte VW 39 zu sehen. Foto: Staud-Studios

Auf den ersten Blick wirkt der VW 39 wie ein typischer VW Käfer, der lange Zeit das meistgebaute Auto der Welt war. Doch dieser Käfer ist ein seltenes Exemplar, das kurz nach Beginn des 2. Weltkrieges bei der Firma Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut wurde. 1939 war das Volkswagen-Werk erst im Entstehen. Zur Vorbereitung der dort geplanten Serienproduktion setzte Porsche bei der Herstellung der VW 39-Vorserie erstmals zur Fertigung der Karosserie maschinelle Pressen ein.

Der VW 39 mit der Fahrgestellnummer 1-00003, der ab sofort sorgsam restauriert im Automuseum PROTOTYP zu sehen ist, verlies als erster von insgesamt nur 14 Stück die Porsche-Fertigungshalle in Stuttgart-Zuffenhausen und blieb als einziger seiner Baureihe erhalten. Zwei weitere historisch wichtige Fakten zeichnen den jüngsten unter den Vorläufern des berühmten Käfers aus, denn dieser VW 39 wurde von Dr. Ferdinand Porsche 1939 als Hochgeschwindigkeitsvariante konzipiert sowie als Versuchsfahrzeug von ihm und seinem Sohn Ferry Porsche eingesetzt.

„Seit 2008 zeigen wir in der HafenCity außergewöhnliche Fahrzeuge und erzählen deren Geschichten. Dabei ist das Aufspüren der besonderen Exponate wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen“, erklären die beiden Museumsgründer Thomas König und Oliver Schmidt. „Dass wir diesen einzigartigen VW 39 rechtzeitig zu unserem zehnjährigen Jubiläum komplett restauriert unseren Besuchern präsentieren können, ist einfach ein Glücksfall!“

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