50 Jahre Erfolgsgeschichte Mercedes-AMG

12. April 2017

Im Laufe dieses halben Jahrhunderts hat Mercedes-AMG über zahlreiche Erfolge im Motorsport und durch die Entwicklung einzigartiger Straßenfahrzeuge seine Stellung als überaus erfolgreiche Sportwagen- und Performance-Marke immer wieder unter Beweis gestellt und tut dies heute mehr denn je. Das Affalterbacher Unternehmen ist heute als hundertprozentige Tochter der Daimler AG die sportliche Speerspitze des Konzerns. Mercedes-AMG nimmt das Jubiläum zum Anlass, die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des ehemaligen Zwei‑Mann-Unternehmens zukunftsorientiert weiterzuführen. Im Fokus jedes einzelnen der mittlerweile rund 1500 Mitarbeiter steht das Markenversprechen „Driving Performance“, das die Kernstärken von AMG vereint: Spitzentechnologie und die Leidenschaft an dynamischen, emotionalen Produkten. Das Affalterbacher Unternehmen steht international für überragende Motorenkompetenz, was nicht nur die Entwicklung, sondern auch die „One Man, One Engine“ Philosophie betrifft, bei der ein Triebwerk von je einem Motorenbauer im Manufaktur-Charakter montiert wird. Mit fast 100.000 ausgelieferten Fahrzeugen in 2016, somit mehr als 40 Prozent Wachstum und der größten Modell-Offensive der Unternehmensgeschichte startet AMG mit Rekordwerten ins Jubiläumsjahr.

In Affalterbach ist neben der Geschäftsführung, Verwaltung, Vertrieb, Entwicklung und Design auch die Motorenmanufaktur von AMG ansässig. Am Standort befindet sich die Produktion der AMG V8-Motoren. Weitere Motorenstandorte sind Kölleda (R4-Motor) und Mannheim (V12-Motor). An diesen Standorten werden die Motoren nach der Philosophie „One Man, One Engine“ von je einem Motorenbauer im Manufaktur-Charakter aufgebaut und mit einer handsignierten Plakette versehen.

Mercedes-AMG V8-Motorenmanufaktur – hier baut ein Mann einen Motor und zeichnet dafür praktisch allein verantwortlich. Foto: AMG Mercedes

Neuerdings liegt die Entwicklungsverantwortung der neuen Achtzylinder-Familie der Marke Mercedes-Benz ebenso wie die der AMG V8-Triebwerke bei Mercedes-AMG. Erstes Serienfahrzeug mit einem in Affalterbach entwickelten V8-Motor war der G 500, der im September 2015 seine Markteinführung feierte. Der V8-Motor der kommenden neuen S‑Klasse wurde ebenfalls in Affalterbach entwickelt, was die Motorenkompetenz der Marke mit den drei Buchstaben unterstreicht.

Seit 50 Jahren erfüllt das von Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher gegründete Unternehmen die Träume performancebegeisterter Menschen. Ihre erste Werkstatt gründen sie 1967 in einer alten Mühle, das „Ingenieurbüro – Konstruktion und Versuch zur Entwicklung von Rennmotoren“. 1971 erringt der AMG 300 SEL 6.8 von „Aufrecht und Melcher, Großaspach“ – kurz: AMG – beim 24‑Stunden-Rennen auf dem Circuit de Spa-Francorchamps völlig überraschend den Sieg in seiner Klasse und Rang zwei im Gesamtklassement. Weiterer Meilenstein ist ein von Melcher völlig neu und eigenständig entwickelter Zylinderkopf mit moderner Ventiltechnik.

Die Kooperation mit Mercedes-Benz startet im Jahr 1990. Mit dem C 36 AMG kommt 1993 das erste auf Basis des Kooperationsvertrags mit Daimler-Benz entwickelte Fahrzeug auf den Markt. 2005 wird Mercedes-AMG eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG und präsentiert 2009 mit dem Mercedes-Benz SLS AMG das erste vollständig von Mercedes-AMG entwickelte Fahrzeug. Mit dem SLS AMG GT3 spannt AMG 2011 den Bogen zum Rennsport. Es folgen 2014 die Vorstellung des Mercedes-AMG GT und 2015 die Einführung der 43er Modelle, die eine breitere Zielgruppe an die Marke heranführen.

Das G-Modell ist ein Klassiker, als AMG-Version auch schnell. Hier steht ein neues Fahrzeug vor dem Mercedes-AMG Performance Center Berlin. Foto: AMG Mercedes

Meilensteine der Sportwagen- und Performance-Marke

  • AMG wird 1967 von Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher als „Ingenieurbüro, Konstruktion und Versuch zur Entwicklung von Rennmotoren“ in Burgstall gegründet. Die Buchstaben stehen für Aufrecht, Melcher und Großaspach – dem Geburtsort Aufrechts.
  • 1971 wird AMG über Nacht bekannt: Der rot lackierte AMG 300 SEL 6.8 holt beim 24‑Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps souverän den Klassensieg und erreicht im Gesamtklassement Rang zwei.
  • Die Werksgründung in Affalterbach erfolgt 1976. In einer neu errichteten Halle entwickelt sich die Rennmotoren-Werkstatt weiter zum Hersteller von Sport-Limousinen und -Coupés.
  • Melcher entwickelt 1984 einen völlig eigenständigen Zylinderkopf mit moderner Vierventiltechnik. Eingesetzt wird das innovative Aggregat als 5,0‑Liter-V8 im Mercedes-Benz 500 SEC. Das Prinzip „One Man, One Engine“ hat von jeher Gültigkeit.
  • Der neue Zylinderkopf kommt ab 1986 nicht nur in der AMG Version der S‑Klasse zum Einsatz, sondern in erster Linie in der Limousine und ab 1987 im Coupé der Mittleren Klasse (W124). Mit 265 kW (360 PS) wird das Auto von der US-Fachpresse auf den Namen „The Hammer“ getauft.
  • Ab 1988 baut AMG nicht nur die Mercedes-Benz 190 E-Rennwagen auf, sondern betreut auch den Einsatz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft.
  • Die Kooperation mit Mercedes-Benz startet im Jahr 1990. AMG entwickelt und fertigt ab 1991 sportlich ausgelegte Fahrzeuge von Mercedes-Benz.
  • Mit dem C 36 AMG kommt 1993 das erste auf Basis des Kooperationsvertrags mit Daimler-Benz entwickelte Fahrzeug auf den Markt. Mit 5.000 verkauften Einheiten bis 1997 entwickelt er sich zu einem ersten Verkaufshit.
  • Mit dem C 36 AMG stellt AMG 1996 erstmals das offizielle Safety Car für die Formel 1.
  • Mercedes-AMG gehört ab 1999 zu 51 Prozent zu DaimlerChrysler.
  • 2001 wird die neu entwickelte 5-Gang-Automatik im C 32 AMG mit dem 3,2‑Liter-Kompressor-V6 kombiniert. Die innovative Tippfunktion erlaubt es, Gänge manuell anzuwählen.
  • Mercedes-AMG wird 2005 eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG.
  • Der 2009 präsentierte Mercedes-Benz SLS AMG ist das erste vollständig von der Sportwagen- und Performance-Marke entwickelte Fahrzeug.
    Der Sound und die kompromisslose Fahrdynamik sowie die legendären Flügeltüren begeistern weltweit.
  • Mit dem SLS AMG GT3 spannt AMG 2011 den Bogen zum Rennsport. Der SLS GT3 beschreibt zugleich den Einstieg von Mercedes-Benz in den exklusiven Kundenrennsport.
  • Der 2014 vorgestellte Mercedes-AMG GT ist der zweite in Affalterbach von Mercedes-AMG komplett in Eigenregie entwickelte Sportwagen.
  • Mit dem Einstieg in das Segment der Kompaktmodelle und den 43er Fahrzeugen erweitert AMG sein Portfolio und erschließt neue Kundengruppen.
  • Mit knapp 70.000 Einheiten erreicht Mercedes-AMG 2015 einen neuen Absatz-Bestwert. Zu den Wachstumstreibern zählen neben den neu eingeführten 43er Modellen vor allem die Performance-Fahrzeuge der C‑Klasse, SUV‘s sowie die Kompaktmodelle.
  • Seit 2016 schreibt der Mercedes-AMG GT3 die Geschichte des Kundenrennsports weiter. Beim ADAC Zurich 24h‑Rennen auf dem Nürburgring gehen 2016 die ersten vier Plätze an Teams mit dem Mercedes-AMG GT3.
  • Mit fast 100.000 Auslieferungen startet Mercedes-AMG 2017 mit einem neuen Absatzrekord ins 50-jährige Unternehmensjubiläum.
  • Mit dem AMG GT C erweitert Mercedes-AMG sein Sportwagen-Portfolio auf sechs Modelle sowie den Kundensport-Rennwagen AMG GT3. In weniger als drei Jahren ist aus dem zweiten komplett in Eigenregie entwickelten Fahrzeug eine Sportwagen-Familie geworden.

 

 

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