Jaguar Land Rover „Special Operations“

17. September 2016

Jaguar Land Rover  unterstützt die Marken- und Modellhistorie jetzt noch intensiver: Mit Investitionen in Höhe von 7,5 Millionen Pfund (rund neun Millionen Euro) entsteht ein neues Kompetenztentrum, das dem Verkauf von klassischen Jaguar und Land Rover-Fahrzeugen, Restaurierungen, Teileservice und aufregenden Fahrerlebnissen neue Wachstumsperspektiven bietet.

Die großzügigen Räumlichkeiten von Jaguar Land Rover Classic werden regelmäßig eine Auswahl von Fahrzeugen aus der wachsenden Jaguar Land Rover Sammlung klassischer Fahrzeuge beherbergen. Kunden erhalten darüber hinaus die Möglichkeit zur Besichtigung und zum Kauf von Markenikonen, die durch Programme wie Land Rover „Reborn“ im Werksauftrag restauriert worden sind oder erst noch werden. Denn Jaguar Land Rover Classic plant, neben dem klassischen Land Rover Serie 1 künftig auch Fahrzeuge anderer Baureihen nach den gleichen aufwändigen Verfahren quasi in den Originalzustand zurückzuversetzen. So können Liebhaber beider Marken die einmalige Erfahrung machen, die Klassiker so zu erleben, wie sie vor Jahrzehnten fabrikneu vom Band gelaufen sind.

SVO, die Organisationseinheit von Jaguar land Rover arbeitet in modernsten Räumlichkeiten. Foto: JLR

SVO, die Organisationseinheit von Jaguar Land Rover arbeitet in modernsten Räumlichkeiten. Foto: JLR

Mit der Gründung der Abteilung „Special Operations“ hat Jaguar Land Rover 2014 die Voraussetzung geschaffen, noch individuellere Kundenwünsche erfüllen zu können. Die vom früheren Land Rover-Markenchef John Edwards geführten rund 1000 Spezialisten befassen sich unter anderem mit besonders hochwertigen oder leistungsstarken Modellvarianten, mit nach Kundenwunsch produzierten Maßanfertigungen oder historischen Modellen von Jaguar und Land Rover. Auch das Angebot an Accessoires wurde bereits deutlich  ausgeweitet. Erste Produkte der Fahrzeugsparte „Special Vehicle Operations“ und „Jaguar Classic“, wie der Jaguar F-TYPE Project 7, der Range Rover Sport SVR  und der Jaguar E-TYPE Lightweight wurden bereits in 2014 und 2015 auf dem Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring der Öffentlichkeit präsentiert: Auf dem diesjährigen Motorsportfestival in der Eifel standen der Jaguar F-TYPE SVR sowie der Land Rover Series 1 Reborn und Restaurierungen von E-TYPE und XK120 im Mittelpunkt.

„Unsere Kunden und ihre vielfältigen Wünsche stehen im Mittelpunkt unserer gesamten Arbeit. Die Gründung des Special-Operations-Teams ist bester Beweis. Mithilfe dieser Spezialisten werden wir attraktive neue Produkte auf den Markt bringen können, die die weltweite Reputation der Marken Jaguar und Land Rover nochmals steigert“, kommentiert Dr. Ralf Speth, Jaguar Land Rover CEO, die „Special Operations“-Division.

Neben der Individualiserung von Neufahrzeugen hat JLR auch die Traditionspflege und Restaurierung von Klassikern im Blick. Foto: JLR

Neben der Individualiserung von Neufahrzeugen hat JLR auch die Traditionspflege und Restaurierung von Klassikern im Blick. Foto: JLR

Geleitet wird die Abteilung von Managing Director John Edwards, der dem Gemeinschaftsunternehmen bereits unter anderem als Markenchef des 4×4-Spezialisten Land Rover diente. Edwards führt eine Mannschaft von etwa 1000 hochqualifizierten

Mitarbeitern an. Sie befassen sich vorrangig mit vier Aufgaben:

  • Hochwertige Sonderserien, wie Hochleistungsmodelle, besonders exklusive oder luxuriöse Varianten sowie limitierte Sammlereditionen.
  • Maßanfertigungen im Kundenauftrag – dazu ein nochmals erweitertes Portfolio an Farben und Materialien sowie Ausstattung und Zubehör.
  • Klassische bzw. historische Jaguar- und Land Rover-Modelle, einschließlich Wiederaufbau, Service und Restaurierung von Oldtimern sowie Herstellung und Vertrieb von Ersatzteilen für historische Modelle.
  • Ausweitung des Angebots an Accessoires – hochwertige Markenprodukte mit Jaguar- oder Land Rover-Signet.

Ihren Sitz hat die Abteilung „Special Operations“ in einem neuen Technikzentrum in der Nähe der Jaguar Land Rover-Hauptquartiers in den britischen West Midlands. Hier haben die Fachleute beste Arbeitsbedingungen – beispielsweise flexibel nutzbare Werkstätten im Formel-1-Stil, einer vollautomatisierten Lackiererei und einer speziellen Kundenauftragszone für exklusiven Service und perfekte Individualisierung.

Der klassische Land Rover war nur der Anfang der "reborn"-Aktivitäten von Jaguar land Rover. Foto: JLR

Der klassische Land Rover war nur der Anfang der „reborn“-Aktivitäten von Jaguar land Rover. Foto: JLR

Ebenfalls zum „Special Operations“-Geschäft gehört der Bereich Jaguar Land Rover Classic. Die bisher existierenden Werkstattkomplexe für klassische Jaguar Fahrzeuge am historischen Firmensitz Browns Lane in Coventry sowie für klassische Land Rover Fahrzeuge im Stammwerk Solihull werden zukünftig an einem neuen Standort in den Midlands zusammengefasst. Für das Jaguar Land Rover Classic Team unter der Leitung von Tim Hannig entstehen damit beste Bedingungen für Service und Restaurierung historischer Modelle.

Land Rover Reborn Series 1

Im Zuge seiner „Reborn“-Initiative verhilft Land Rover Classic von 1948 bis 1958 gebauten Land Rover Serie I mit Hilfe von Land Rover Classic-Teilen in den Original-Werkszustand. Das am Nürburgring gezeigte „Scheunenmodell“ ist ein Exemplar von 1951 mit 80 Zoll langem Radstand. Es war in Australien auf einer Farm im Einsatz und weist die von einem harten Autoleben herrührenden Verschleißerscheinungen auf. Das makellose Gegenstück ist der erste vom neuen Land Rover Classic Team in Solihull komplett restaurierte „Landy“. Ein „Completely Knocked Down“-Fahrzeug, das in seine Einzelteile zerlegt 1950 als Bausatz von England nach „Down under“ verschickt wurde. Wo es erst dort zusammengesetzt wurde. Auch dieser Land Rover 80 verbrachte sein ganzes aktives Leben auf einer Farm.

 

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