14. Sachsen Classic

23. August 2016

Rund 30 historische Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern trugen dazu bei. Darunter waren Schmuckstücke wie der „Brezelkäfer“ aus dem Jahr 1949, das elegante Karmann Ghia Typ 34 Coupé (1969), der souveräne Porsche 928 S von 1983 und Vorkriegsoldtimer wie der Wanderer W25 von 1936. Aus der Fahrzeugsammlung der Autostadt nahmen Vorkriegs-Klassiker wie der Bentley 3 ½ Litre (1934) und Horch 930 V (1937), aber auch begehrte Youngtimer wie der Golf I GTI Pirelli von 1983 teil.

Die Oldtimerrallye mit rund 180 startenden Fahrzeugen lockte namhafte Prominenz an – wie die Schauspielerin Katharina Tahlbach, Diskuswerfer Lars Riedel, Rennfahrer Jockel Winkelhock und die VW-Vorstände Michael Müller und Andreas Rentschler. Als Ehrengast der Veranstaltung nahm in diesem Jahr Professor Carl H. Hahn teil. Der ehemalige Volkswagen Vorstandsvorsitzende und gebürtige Chemnitzer feierte erst kürzlich seinen 90. Geburtstag und pilotierte nun einen Golf II GTI 16V. Gewonnen wurde die traditionsreiche Rallye von Peter Göbel und Achim Gandras im Skoda Favorit „Rallye Monte Carlo“.

Einige Vorkriegsklassiker stachen aus dem Teilnehmerfeld heraus.

Einige Vorkriegsklassiker stachen aus dem Teilnehmerfeld heraus.

In drei Tagesetappen ging es vom Startpunkt Zwickau durch Sachsen, Bayern und Tschechien. 16 Zeitkontrollen und 20 Wertungsprüfungen mussten die Rallye-Teilnehmer dabei absolvieren. Höhepunkte der Streckenführung waren die spektakuläre „Steile Wand“, eine mit 12 Prozent Steigung verlaufende Bergpassage in der Kleinstadt Meerane, sowie ein Abstecher auf den Sachsenring, der in diesem Jahr im Rahmen des Sächsischen Verkehrssicherheitstages stattfand. Ihren krönenden Abschluss fand die dreitägige Klassiker-Tour auf dem Chemnitzer Neumarkt.

Škoda schickt in diesem Jahr sechs Ikonen auf die sächsischen Traumstraßen. Das historische Škoda-Fahrzeugsextetts reicht vom Škoda 430 aus dem Jahr 1926 bis zum Škoda Favorit ,Rally Monte Carlo‘ von 1991.

Die "Steile Wand" in Meerane zählt zu den Prüfungs-Highlights der Sachsen Classic.

Die „Steile Wand“ in Meerane zählt zu den Prüfungs-Highlights der Sachsen Classic.

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Aus Stuttgart bereicherten drei Klassiker das rollende Museum: ein 300 SL Roadster (W 198), ein 500 SL (R 107) und ein Mercedes-Benz 230 (W 123). Der 300 SL wird von Wilfried Porth pilotiert, Vorstandsmitglied der Daimler AG. Der in Zwickau geborene Diskuswerfer Lars Riedel, Olympiasieger 1996 und fünffacher Weltmeister, lenkt den 500 SL auf den Straßen Sachsens.

Bunte Mischung: Volvo, Ferrari und Mercedes sowie Opel gehörten zu den Teilnehmern.

Bunte Mischung: Volvo, Ferrari und Mercedes sowie Opel gehörten zu den Teilnehmern.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die Sachsen Classic in meiner Geburtsstadt Zwickau startet“, sagt Lars Riedel. „Oldtimer sind schon immer mein Hobby gewesen. Insbesondere freue ich mich auf die Fans im Erzgebirge.“ Riedels Fahrzeug während der Sachsen Classic 2016 ist ein Traum in Silber: Mit seinem V8-Motor leistet der 500 SL 170 kW (231 PS) und ist damit ab 1980 das neue Spitzenmodell der SL-Baureihe. Den Erfolg der SL-Baureihe R 107 zeigt die lange Produktionszeit von mehr als 18 Jahren, von 1971 bis 1989.

Goldjunge Lars Riedel fuhr nicht nur Mercedes, sondern übte mit Malte Jürgens nach der Zieldurchfahrt auch den Diskuswurf mit einer Radkappe.

Goldjunge Lars Riedel fuhr nicht nur Mercedes, sondern übte mit Malte Jürgens nach der Zieldurchfahrt auch den Diskuswurf mit einer Radkappe.

Nicht zuletzt war auch Jaguar Land Rover mit von der Partie: Mit einem roten E-type, einem eleganten XJS-Cabrio mit V12-Motor und einem Range Rover der ersten Serie beteiligten sich die Briten an der 14. Sachsen Classic. Seat brachte einen 131 an den Start.

Range Rover, E-type und XJS V12 kamen von Jaguar Land Rover Deutschland.

Range Rover, E-type und XJS V12 kamen von Jaguar Land Rover Deutschland.

Ebenso beteiligte sich Opel mit mehreren Fahrzeugen und rückte den Rekord C in den Mittelpunkt: Das rote Cabriolet nahm ebenso wie die hellblaue Limousine früher auch schon mal an der legendären 2000 Kilometer durch Deutschland teil. Dazu gesellte sich aber auch noch ein Kombi des Fahrzeugtyps. Im Feld zu beobachten war außerdem ein Manta A.

Der Rekord C von Opel war in drei verschiedenen Karosserievarianten am Start.

Der Rekord C von Opel war in drei verschiedenen Karosserievarianten am Start.

Die über drei Tagesetappen führende, über 600 Kilometer lange Strecke war mit 16 Zeitkontrollen und 20 Wertungsprüfungen gespickt. Start der Rallye erfolgte am 18. August um 12:01 Uhr in Zwickau, wobei die Fahrzeuge im 30-Sekunden-Takt starteten. Die anschließende Etappe „Jubilare“ ging über 125 Kilometer nach Limbach, Hartmannsdorf und Altenburg zurück zum Zwickauer Platz der Völkerfreundschaft. Die freitägliche Etappe „Vogtland“ mit 246 km Streckenlänge führte südwärts bis ins tschechische Kopanina, um am späten Nachmittag in Bad Elster zu enden.

Die Abteilung Coches Historicos von Seat ließ den 131er mitfahren.

Die Abteilung Coches Historicos von Seat ließ den 131er mitfahren.


Auch die 230 km lange Abschlussetappe am Samstag bot Volksfest-Stimmung: Höhepunkte waren wie gewohnt die „Steile Wand“ in Meerane und die gemeinsam mit dem Sächsischen Verkehrssicherheitstag veranstaltete Fahrt historischer Autos und Motorräder auf dem Sachsenring sein. Endpunkt der Sachsen Classic war diesmal der Neumarkt in Chemnitz mit guter Publikumsresonanz.

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