FIVA und Glasurit kooperieren

1. August 2016

Völlig überraschend kommt der westfälischen Stadt Münster ein Superlativ zu: Hier ist die größte Lackfabrik der Welt zuhause. Das Chemieunternehmen BASF setzt hier die langjährige Tradition der Marke Glasurit fort. Neben Neuentwicklungen für die Produktion aktueller Automobile hat die BASF Coatings GmbH mit der Marke Glasurit außerdem eine enorme historische Lackkompetenz. Die ist nicht nur bei Oldtimerbesitzern sehr gefragt. Auch Fachleute greifen immer häufiger auf das Know-how und den Classic Car Colors-Service von Glasurit zurück: ab sofort auch die FIVA (Fédération Internationale de Véhicules Anciens).

 

„Professionelle Unterstützung ist unser Anspruch und die weltweite Einbindung der Glasurit-Expertise ist ein Meilenstein für die Erklärung von Themen rund um den Lack bei Oldtimern“, erläutert Jürgen Book. Der Leiter Process Management beim Unternehmensbereich Coatings der BASF ist selber Oldtimer-Enthusiast und hat den Bereich Classic Car Colors innerhalb der BASF Coatings mit entwickelt.

Jürgen Book gibt Besuchern eine Sicherheitseinweisung für das Verhalten auf dem Werksgelände von BASF in Münster. Foto: Lars Döhmann

Jürgen Book gibt Besuchern eine Sicherheitseinweisung für das Verhalten auf dem Werksgelände von BASF in Münster. Foto: Lars Döhmann

Die Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) wurde 1966 in Paris gegründet und vertritt heute die Interessen von rund zwei Millionen Oldtimerbesitzern aus 65 Ländern der Welt. So setzt sich die FIVA unter anderem für den Erhalt historischer Fahrzeuge ein, die einen wichtigen Bestandteil des technischen Kulturerbes darstellen. Für dieses Ziel ist die FIVA auch Gesprächspartner der UNESCO.

 

Ein weiteres Anliegen der FIVA ist es, weltweite Standards weiterzuentwickeln. Der Oldtimermarkt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Einheitliche Qualitäts-Standards sollen dabei helfen, Oldtimer angemessen zu bewerten und wiederherzustellen.

Auch kleine Mengen von benötigten Reparaturlacken lassen sich bei Glasurit in Münster frisch anmischen. Foto: LD

Auch kleine Mengen von benötigten Reparaturlacken lassen sich bei Glasurit in Münster frisch anmischen. Foto: LD

Auf der Suche nach einem professionellen Partner für den Bereich der Oldtimerlackierung ist die FIVA auf Glasurit, Premium-Reparaturlackmarke der BASF, aufmerksam geworden. Der Lackspezialist mit über 100 Jahren Erfahrung engagiert sich als weltweit führender Autoreparaturlack-Experte seit vielen Jahren für den Werterhalt klassischer Fahrzeuge. Glasurit macht seine historische Lack- und Farbtonkompetenz öffentlich zugänglich und bietet unter dem Namen Classic Car Colors Oldtimer-Freunden im Internet professionelle Unterstützung.

 

Interessierte finden auf der Internetseite nicht nur Wissenswertes zum Thema Lacke und Lackierung, sondern auch den Zugang zur weltweit größten historischen Farbton-Datenbank Color Online. Außerdem gibt es Zugang zu einem Netzwerk von Werkstätten in verschiedenen Ländern, die sich auf die fachkundige Restaurierung von Klassikern spezialisiert haben.

Die Arbeitsbedingungen in den versuchswerkstätten von Glasurit in Münster sind perfekt. Foto: LD

Die Arbeitsbedingungen in den Versuchswerkstätten von Glasurit in Münster sind perfekt. Foto: LD

Diese Kompetenz und das große Engagement von Glasurit haben die FIVA davon überzeugt, den richtigen Partner für den Bereich Oldtimerlackierung gefunden zu haben. Durch die Unterschrift unter den Kooperationsvertrag ist Glasurit nun weltweit und exklusiv technischer Berater der FIVA in allen Lackfragen. Für die vielen Millionen Autobesitzer, die die FIVA-Webseite besuchen, bedeutet das, dass sie in Zukunft über die Internetseite des Weltverbandes auf die Lackkompetenz von Glasurit, auf die Farbtondatenbank und die länderspezifischen Netzwerke von spezialisierten Fachbetriebe zugreifen können.

 

Auch für die Glasurit-Lackierbetriebe, die sich auf die Reparatur und Lackierung von Oldtimern spezialisiert haben, ist die neue Partnerschaft mit der FIVA eine große Chance. Als Netzwerkpartner gewinnen sie auf einen Schlag an Bekanntheit und können so neue Kunden für ihren Betrieb akquirieren.

Eine Reaktion

  1. Frauenberger August 24th, 2016 at 14:38

    Nach Wolfgang Niefanger (BMW-V8-Club, Farbtypologie für BMW-Oldtimer) wurde Glasurit 1888 als Max Winkelmann AG in Hamburg gegründet, entsteht 1889 der Name Glasurit , wird 1925 der farbige Papagei als Firmen-Symbol eingeführt und die Firma Glasurit 1965 an BASF verkauft.
    Für Oldtimer ist noch Standox von Bedeutung, auch Du Pont (vormals Herberts-Lacke), Lack-Lechler oder Spies Hecker sind vielleicht noch bekannt.
    Auf die hervorragende Publikation von Niefanger im V8-Club möchte ich gerne hinweisen.
    Wie immer mit Dank an L. Döhmann, der die interessantesten Themen aufgreift.

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