120 Jahre Skoda

22. Dezember 2015

Die Ursprünge des Autoherstellers liegen in den Pioniertagen des Automobils.  Seit den Gründertagen geprägt von der Begeisterung für die Mobilität, blickt das Unternehmen auf eine reiche Tradition mit zahlreichen automobilen Ikonen zurück. In den vergangenen fast 25 Jahren hat sich Škoda im Markenverbund des Volkswagen Konzerns zu einem international erfolgreichen Volumenhersteller entwickelt.

Mit Mut, Entschlossenheit und jeder Menge Pioniergeist legten die beiden Gründerväter Václav Laurin und Václav Klement im Dezember 1895 in Mladá Boleslav den Grundstein für die 120-jährige Škoda-Erfolgsgeschichte. Aus ihrer Leidenschaft für Technik und auf der Suche nach dem immer Besseren erwuchsen die ersten Träume der Mobilität.

ŠKODA: 120 Jahre Leidenschaft für Mobilität. Was 1895 mit einer kleinen Fahrradproduktion, 1899 mit der Herstellung von Motorrädern und ab 1905 mit der Produktion von Automobilen begann, hat sich bis heute zu einem anerkannten und international agierenden Automobilhersteller entwickelt, der in über 100 Ländern aktiv ist. Foto: Hersteller.

ŠKODA: 120 Jahre Leidenschaft für Mobilität. Was 1895 mit einer kleinen Fahrradproduktion, 1899 mit der Herstellung von Motorrädern und ab 1905 mit der Produktion von Automobilen begann, hat sich bis heute zu einem anerkannten und international agierenden Automobilhersteller entwickelt, der in über 100 Ländern aktiv ist. Foto: Hersteller.


So sagt der Škoda-Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier: „Das gesamte Unternehmen ist stolz auf seine bewegte und ereignisreiche Historie. Die Begeisterung und die Leidenschaft für Mobilität treiben Škoda seit den Gründungstagen an. Im Bewusstsein unserer einzigartigen Tradition und auf Basis unserer attraktiven Modellpalette wollen wir in den nächsten Jahren den Erfolgskurs fortsetzen und neue Kunden für die Marke begeistern.“

120 Jahre Škoda, das ist eine faszinierende Geschichte herausragender Automobile. Alles begann im Dezember 1895 mit einer kleinen Fahrradfabrik von Laurin und Klement. Seinerzeit gründeten der Fahrradmechaniker Václav Laurin und der Kaufmann Václav Klement die Firma Laurin & Klement (L&K). Aus einer anfänglichen Reparaturwerkstatt für Fahrräder entwickelte sich schnell ein anerkannter Fahrradhersteller. Die Zweiräder wurden unter dem Markennamen ‚Slavia‘ erfolgreich im In- und Ausland verkauft. Die Geschäfte liefen gut. Bereits vier Jahre später begannen Laurin und Klement mit der Produktion von Motorrädern.

Wie diese Seite berichtete, erfolgte schon 1905 der Schritt zum Automobil: Die legendäre Voiturette A rollte auf die Straße. Das kleine Automobil verfügte über einen 7 PS starken Zweizylinder-Motor und erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Stundenkilometer. Zügig wurde die Palette ausgebaut. Bereits 1907 war L&K der größte Autoproduzent in der damaligen Monarchie Österreich-Ungarn und bot neun Modelle an – vom kleinen Zweizylinder-Pkw über einen Vierzylinder-Rennwagen bis hin zu Transportern und Bussen.

Mit Know-how, Mut und Tatkraft legten Václav Klement (l.) und Václav Laurin (r.) vor 120 Jahren den Grundstein für die Škoda-Erfolgsgeschichte. Foto: Hersteller.

Mit Know-how, Mut und Tatkraft legten Václav Klement (l.) und Václav Laurin (r.) vor 120 Jahren den Grundstein für die Škoda-Erfolgsgeschichte. Foto: Hersteller.


Der Erste Weltkrieg, die Nachkriegsfolgen und die Krise der 1920er-Jahre beeinträchtigten die weitere Entwicklung von L&K in erheblichem Maße. Zur Stärkung der Marktposition fusionierte L&K 1925 mit den Škoda-Werken in Pilsen, dem bereits damals größten tschechischen Unternehmen. Mit dem Einstieg gelang der erfolgreiche Wiederaufbau der Automobilproduktion in Mladá Boleslav.

In den 1930er-Jahren entstanden legendäre Škoda-Fahrzeuge. Zum ersten echten Volksfahrzeug für die Massenmotorisierung der Tschechoslowakei wurde der 420 Popular. Es folgten weitere automobile Meilensteine wie etwa das repräsentative Sechszylinder-Flaggschiff 640 Superb. Die positive Entwicklung wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs jäh gebremst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hersteller verstaatlicht. Auch unter den schwierigen Bedingungen der sozialistischen Planwirtschaft gelang es, in den rund 40 Jahren als ‚volkseigener Betrieb‘ eine Reihe bedeutender Modelle auf die Räder zu stellen. Dazu zählen unter anderem der 1101 ‚Tudor‘, der 440 ‚Spartak‘ oder der legendäre Roadster Felicia. Ein Meilenstein war 1964 der 1000 MB, der erste mit selbsttragender Karosserie, Heckmotor und Hinterradantrieb. Im Heck befand sich der weltweit erste in Serie produzierte Aluminium-Druckguss-Motor.

1987 präsentierte die Marke mit dem Škoda Favorit einen modernen, frontgetriebenen Kompaktwagen, gezeichnet vom Designstudio Bertone in Italien. Eine automobile Revolution für ein Ostblockland. Keine zwei Jahre später erfolgte der Zusammenbruch der sozialistischen Planwirtschaft. Der moderne fünftürige Favorit, soweit die persönliche Erinnerung als Autotester bei einer Stuttgarter Automobilzeitschrift, „garnicht so schlecht, auch wenn der Qualitätseindruck eher mäßig, der Motor technisch überholt und die Ausstattung einfach war. Besser, als von einem Ostprodukt zu erwarten war.“

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs, der sogenannten ,Samtenen Revolution‘ im Jahre 1989, benötigte Škoda einen starken strategischen Partner. Der Zusammenschluss mit dem Volkswagen Konzern im Jahr 1991 markierte schließlich den entscheidenden Schritt zu einer der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren Automobilhistorie.

Von 1991 bis 2014 konnte die Marke die jährlichen Auslieferungen versechsfachen. 2014 verkaufte man erstmals mehr als 1 Million Fahrzeuge in einem Kalenderjahr. Aus einem Modell wurde eine attraktive, umfassende und moderne Produktpalette mit heute über 40 Modellvarianten.

Der zuletzt vom Redakteur dieses Mediums vor ein paar Wochen Jahr getestete Skoda Octavia RS 230 überzeugte als qualitativ hochwertig anmutendes, nahezu perfektes Automobil: Je nach Fahrerwunsch kann er sehr sparsam aber auch geradezu rasant bewegt werden. Selbst als weniger starkes Modell  wird hohen Ansprüchen an die individuelle Mobilität mehr als nur Genüge getan: Trotz Spitzenqualität sind die Preise bodenständig.

Parallel zum Ausbau der Modellpalette wurden die  Produktionsstätten umfassend erneuert und ausgebaut: Neben den drei tschechischen Standorten laufen Škodas heute auch in internationalen Werken vom Band, darunter in China, Russland und Indien. In den kommenden Jahren will der Hersteller seinen Erfolgskurs konsequent fortsetzen und seine Modellpalette erweitern. Ein Schwerpunkt liegt dabei in den wachsenden Segmenten der Sport Utility Vehicles (SUV).

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