Oldtimer sind meist aktuelle Marken

9. November 2015

Eine Auswertung des Bestands von zugelassenen Kraftfahrzeugen zeigt, dass 83,6 Prozent aller PKW mit H-Kennzeichen aktuellen Marken zuzurechnen sind. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilt, repräsentieren demzufolge lediglich 51.011 Fahrzeuge die vielen nicht mehr existenten Marken der fast 130jährigen Automobilgeschichte.

Triumph ist keine aktuelle Marke mehr.

Triumph ist keine aktuelle Marke mehr.


Basis für diese Auswertung sind die Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zum 1. Januar 2015. Von den insgesamt 310.694 PKW mit H-Kennzeichen gehören 259.683 Fahrzeuge zu 41 aktuellen Marken. Die 183.810 Oldtimer deutscher Marken machen einen Anteil von über 70 Prozent aus, allerdings verbergen sich dahinter lediglich sieben Marken.

Die am meisten vorhandenen Fahrzeuge sogenannter „toter“ Marken kommen aus England, darunter am beliebtesten die Oldtimer von Triumph (6.533) und MG (4.509). Die Ermittlung vergleichbarer Zahlen vom 01.01.2010 kam auf einen Anteil der Fahrzeuge „toter“ Marken von 22,4 Prozent und lag damit deutlich höher als 2015 (16,4 %). Es ist zu befürchten, dass bei einer Fortsetzung dieses Trends viele Zeugnisse der Automobilgeschichte verlorengehen. Alleine die Datenbank des GTÜ Oldtimer-Archivs (www.gtue-oldtimerservice.de) gibt 1.797 Automobilmarken an, davon 404 deutsche PKW-Marken.

3 Reaktionen

  1. Frauenberger November 9th, 2015 at 20:43

    Also Döhmann at his best ! Da lacht das Oldtimerherz und der Oldihalter wird endlich mal gewürdigt, mit welchem Aufwand er technisches Kulturgut Xter Hand über die Jahre und wieder in Verkehr bringt. Natürlich finde ich es auch bedauerlich, wenn eine Automarke vom Markt verschwindet, es keine Ersatzteile mehr gibt und Baureihen in der Versenkung verschwinden, also schlicht vergessen werden. Und da gibt es glücklicherweise die Historie, um die sich ja der Autor mehr als verdient macht, um ein Minimum an Erinnerung der Automobileschichte am Leben zu halten.
    Allerdings haben es die Halter nicht existierender Marken wahrlich doppelt schwer, weil der Markentod fast so schwierig zu bewältigen ist, wie der in Ehren abgelebte Ersterwerber.
    Da ist man mit deutschen Veteranenclubs selbstverständlich auf der sicheren Seite, zumindest dann wenn die Vereine selbst über 30, besser wie der BMW Veteranenclub Deutschland 40 Jahre Erfahrung haben.

  2. Lars Doehmann November 9th, 2015 at 21:02

    Nö, das war weniger meine Leistung, hab´s nur für meine Leser veröffentlicht. Die Meldung kommt vom VDA. Es kann auch sehr reizvoll sein, eine tote Marke im Bewusstsein zu halten, obwohl es schwieriger ist als mit Hilfe eines traditionsreichen Clubs wie dem BMW Veteranenclub.

  3. Frauenberger November 10th, 2015 at 13:47

    Keine falsche Bescheidenheit: Es sind ja nicht nur erbauliche Texte
    und einschlägige Veröffentlichungen sondern auch der jahrelange Einsatz für die viele Male selbst organisierte 2000km Rallye, die die lebendige Erinnerung in der Oltimerszene wach halten.
    Und der Veteranenclub lässt sogar die 2000km im nächsten Jahr garantiert in der Zeit vom 09. bis 23 Juli nicht in Vergessenheit geraten. Alle BMW Motorräder und Automobile bis Baujahr 1986 sind herzlich eingeladen, Ausnahmen sind möglich. Am 13 und 14 Juli ist das rollende Museum in Bremen (Altstadt und BMW Niederlassung)zu sehen. Ziel ist am 21. des Monats die Landeshauptstadt München.

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