Gemeinsam gegeneinander: Automobilrennsport in BRD und DDR zwischen Kriegsende und Mauerbau

16. September 2014

Vom 13. November 2014 bis 15. März 2015 sind erstmals im Automuseum PROTOTYP einige der interessantesten Rennwagen aus Ost- sowie West-Deutschland zu sehen. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich mit dieser „automobilen Wiedervereinigung“ der Zeit von 1945 bis 1961, in der sich zwischen Kriegsende und Mauerbau besonders deutlich der Idealismus der Macher, das Kalkül der Machthaber und die Freude am Machbaren zeigen.

Impression vom Avus-Rennen 1951. Foto: Wieselmann/ Prototyp.

Impression vom Avus-Rennen 1951: Paul Greifzu auf BMW-Eigenbau vor Toni Ulmen auf Veritas. Foto: Wieselmann/ Prototyp.

…Paul Greifzu auf BMW Eigenbau vor Toni Ulmen auf Veritas Rennwagen Formel 2

25 Jahre nach dem Mauerfall feiert die Sonderausstellung „GEMEINSAM GEGENEINANDER – Automobilrennsport in BRD und DDR zwischen Kriegsende und Mauerbau“ die Konstrukteure und Rennfahrer aus beiden deutschen Staaten. Die Statements der Zeitzeugen jener Tage – teilweise bemerkenswert unpolitisch – eröffnen einen weitgehend noch unbekannten Blick auf die deutsch-deutsche Automobil-Rennsport-Geschichte und ihre Akteure.

Szene vom Eifel-Rennen im Juni 1953. Foto: Wieselmann/ Prototyp.

Szene vom Eifel-Rennen im Juni 1953: Start der 1,5 Liter Rennsportformel mit Arthur Rosenhammer (139) vom EMW Rennkollektiv (DDR) und Helmut Glöckler (131) auf Porsche 550 Sypder (BRD). Foto: Wieselmann/ Prototyp.

Für die Funktionäre und Politiker galten damals die Autorennen, etwa auf dem Nürburgring in der Eifel oder auf dem Sachsenring bei Chemnitz, als Propaganda-Kampf der Systeme. Die meisten Rennfahrer sahen darin jedoch in erster Linie ein Kräftemessen unter konkurrierenden Kollegen oder sogar Freunden. Sie hatten ein gemeinsames Ziel – und wollten es als erster erreichen. Naheliegend, dass Schwarzmarkt und DDR-Restriktionen bereits im Vorfeld der Rennen hohe Anforderungen an Improvisations- und Organisationstalent stellten. Überraschend jedoch ist, mit welchem Maß an
Kreativität und Fairness der Umgang miteinander stattfand und wie auf der Rennstrecke gemeinsam gegeneinander gefahren wurde.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag; 10:00 –18:00 Uhr.
Eintrittspreise gültig für 2014: Erwachsene 9,- Euro, Kinder (4-14 Jahre) 4,50 Euro,
Sonderausstellung (jeweils zzgl.) 3,- Euro
PROTOTYP GmbH • Lohseplatz 1 a • 201457 Hamburg
Tel.: 040 – 39 99 69 67 • Fax: 040 – 39 99 69 89 • www.prototyp-hamburg.de • info@prototyp-hamburg.de

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