Citroen CX: vor 40 Jahren als DS-Nachfolger präsentiert

22. August 2014

Am 26. August 1974, also vor 40 Jahren, wurde der Citroen CX erstmals präsentiert. Als Nachfolger des legendären Citroen DS war das Modell der oberen Mittelklasse die Synthese aller technischen Entwicklungen von Citroen. In Deutschland wurden zwischen 1974 und 1991 insgesamt 111.049 Einheiten des Citroen CX verkauft. Besondere Bekanntheit erlangte der CX in den 80er-Jahren in Deutschland als Dienstfahrzeug des TV-Kriminalkommissars Schimanski aus Duisburg.


Im Jahr 1969 kam das Startsignal für die Entwicklung eines Nachfolgers der DS-Modellreihe. Ziel war es, ein Fahrzeug zu schaffen, das an den Charme des seit 1955 produzierten Vorgängermodells anknüpfte, jedoch deutlich kostengünstiger herzustellen war.

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Präsentiert wurde der  CX dem französischen Staatspräsidenten Giscard d’Estaing kurz vor dem Pariser Salon 1974. Im Anschluss an die internationale Pressepräsentation in Lappland erhielten 25 Journalisten die Gelegenheit, mit dem CX an der „Raid Arctique“ teilzunehmen, die von Galliväre bei Kiruna rund 3000 Kilometer bei unterschiedlichsten Fahrbahnuntergründen und Wetterbedingungen bis nach Paris führte.


Der Name des  CX geht auf den französischen Begriff für den Cw-Wert (Luftwiderstandswert) zurück. Der Cw-Wert des  CX lag bei 0,39 und somit auf einem sehr guten Niveau. Der CX galt als Synthese aller technischen Entwicklungen der französischen Marke. So verfügte er unter anderem über ein querliegendes Antriebsaggregat, hydropneumatische Federung mit konstanter Bodenfreiheit, Einzelradaufhängung, Scheibenbremsen an den Vorder- und Hinterrädern sowie eine Zweikreis-Servobremsanlage. Später kam noch die „Diravi“, eine geschwindigkeitsabhängige und selbstrückstellende Servolenkung hinzu. Die konkav gewölbte Heckscheibe – genau wie beispielsweise beim späteren „Flaggschiff“ Citroen C6 – ließ den Regen mittig ablaufen und erlaubte den Verzicht auf einen Heckwischer.


Die unter Leitung von Chefdesigner Robert Opron gestaltete Karosserie des CX orientierte sich nur geringfügig am Vorgängermodell DS. Lediglich die in ihrer Spurweite reduzierte Hinterachse und das Fließheck wurden stilistisch wieder aufgenommen. Beim Antrieb setzte man auf zwei bewährte Motorvarianten: Der  CX 2000 übernahm den Motor des  DS 20. Mit 1.985 cm³ und 102 PS (75 kW) erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h. Der  CX 2200 war mit einem des DSuper5 entnommenen Motors mit 2.175 cm³ und 112 PS (82 kW) ausgestattet, mit dem auf 179 km/h beschleunigt werden konnte.


„Auto des Jahres“ 1975
1975 wurde der CX zum „Auto des Jahres“ gekürt. Zudem erhielt er den „Prix de la Sécurité“ und den „Prix Style Award“. Im selben Jahr erschien der CX 2200 in der luxuriös ausgestatteten Variante „Pallas“. Kurz darauf war mit dem CX 2200 D das erste Dieseltriebwerk verfügbar, das bereits seit 1973 im Citroen C32 und C35 zum Einsatz kam. Im September 1975 folgte die Kombi-Variante  CX Break, die gegenüber der Limousine einen um 25 cm verlängerten Radstand aufwies. Den Break gab es auch als Familiale: ein Kombi mit dritter Rücksitzbank und Platz für bis zu acht Personen. Als zweite Neuerscheinung kam einige Monate später der CX Prestige auf den Markt, der 1977 mit einer elektronischen Benzineinspritzung aufwartete, was zu einer Leistungssteigerung auf 128 PS (94 kW) beziehungsweise 190 km/h führte.

1978 wurde der CX optisch und mechanisch weiterentwickelt. Nach umfangreichen konzeptionellen Arbeiten am bestehenden Aggregat kam der CX 2500 D mit 75 PS (55 kW) auf den Markt. Mit diesem Antrieb konnte der CX mit 156 km/h den Titel als schnellster Pkw mit Dieselmotor beanspruchen.

Deutliches Facelift in 1985
Ab Juli 1985 war der CX stark optisch überarbeitet erhältlich – unter anderem mit Stoßfängern aus Plastik und Rundinstrumenten statt Walzentachos im Innenraum. Mit dem abermals überarbeiteten Turbodiesel-Motor und einer Spitzengeschwindigkeit von 195 km/h beanspruchte der CX erneut den Titel des weltweit schnellsten Diesel-Fahrzeugs.

Als Kombi, als Sondermodell und als Staatskarosse
Der CX Break diente aufgrund seiner Länge und seines Platzangebotes ohne Karosseriemodifikationen auch als Basis für Sonderlösungen – so zum Beispiel als Kranken- und Leichenwagen. Dank der hydropneumatischen Federung hatte der CX eine für einen Pkw sehr hohe Nutzlast von über 700 kg. Die Luxusversion CX Prestige wurde von einigen Staatsoberhäuptern als Dienstwagen genutzt. So umfasste beispielsweise der Fuhrpark Erich Honeckers mehrere dieser Modelle, die zusätzlich verlängert waren und Platz für eine dritte Sitzreihe boten.


Zwischen Spätsommer 1974 und 1989 wurden insgesamt 1.041.560 Einheiten der Baureihen Berline (Limousine) und 128.185 Break (Kombi) produziert. Der Citroen CX Club in Deutschland (www.cx-club.de) beschäftigt sich mit der Erhaltung und Restauration des historischen Modells und gilt als fachkundiger Ansprechpartner bei Fragen zu Technik, Anschaffung und Wartung des CX.


Der Citroen CX auf einen Blick
Messe-Premiere: Oktober 1974 auf dem Pariser Salon
Designer: Jean Giret (Designabteilung Robert Opron)
Produktionszeitraum: 1974-1989, Break bis 1991
Produzierte Fahrzeuge (Pkw, Kombi, NFZ): 1.170.645
Karosserieversionen: Limousine, Break, Familiale
Motoren
Ottomotoren (Auswahl):
CX 2000, 1.985 cm3, 75 kW (102 PS)
CX 2200, 2.175 cm3, 82 kW (112 PS)
CX Prestige, 2.350 cm3, 84 kW (115 PS)
Dieselmotoren (Auswahl):
CX 2200 D, 2.175 cm3, 48 kW (66 PS)
CX 2500 D, 2.482 cm3, 55 kW (75 PS)
Maße Limousine (L/B/H in mm), Radstand (mm): 4.659/1.770/1.360, 2.845
Maße Break (L/B/H in mm), Radstand (mm): 4.960/1.770/1.360, 3.995
Fahrzeughighlights: Querliegendes Antriebsaggregat, hydropneumatische Federung, Einzelradaufhängung, Scheibenbremsen an den Vorder- und Hinterrädern, Zweikreis-Servobremsanlage.

Auszeichnungen: Auto des Jahres 1975, Prix de la Sécurité 1975, Prix Style Award 1975
In Deutschland verkaufte Einheiten: 111.049


Am 23. Mai 1989 stellt Citroen den CX-Nachfolger vor: XM.

 

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