Ausstellung im AutoMuseum Volkswagen: 40 Jahre Golf

25. Juli 2014

Unglaublich, aber wahr, der Golf wird schon 40 Jahre alt: Das AutoMuseum Volkswagen widmet dem Jubilar darum die Sonderausstellung „40 Jahre Golf. Die frühen Jahre“. Sie zeigt die Innovationskraft und die Gestaltungsspielräume der ersten Generation des Bestsellers auf. 20 Exponate präsentieren sich dem Besucher vom 24. Juli bis 5. Oktober 2014. Am kommenden Sonntag, 27. Juli 2014 bietet das AutoMuseum allen Interessierten einen Tag der offenen Tür – der Eintritt ist frei.

Selten und im Wert steigend: Golf 1 GTI in gutem Originalzustand (Note 2) kosten über 5 000 Euro.

Selten und im Wert steigend: Golf 1 GTI in gutem Originalzustand (Note 2) kosten über 5 000 Euro. Foto: Lars Döhmann

Zeitzeugen und Mitwirkende bei der Einführung der neuen Modellgeneration werden sich in die 1970er-Jahre zurückversetzt fühlen, als für den Golf I eine völlig neue Produktionslinie installiert wurde. Das AutoMuseum hat im Rahmen der Ausstellung einen zeitgenössischen Arbeitsplatz aufgebaut, der den Einsatz von im Hause entwickelten Robotern und die Handhabung von Zangenwerkzeugen zum Verschweißen der Karosserieteile demonstriert. Für die Mitarbeiter bedeutete dies einen großen Schritt in Hinblick auf die Humanisierung ihres Arbeitsplatzes.

Die Golf-Ausstellung fokussiert sich bewusst auf die erste Generation, die weltweit gesehen stolze 35 Jahre gelaufen ist – denn der letzte Golf I verließ erst 2009 die Fertigungsbänder in Südafrika. Dem sogenannten „Citi“ zur Seite steht ein ganz frühes, mittlerweile extrem seltenes Serienmodell. Dem schließen sich die beiden „Alaska-Feuerland“-Gölfe an, mit denen der bekannte Journalist Fritz B. Busch 30.000 Kilometer unter härtesten Bedingungen zurückgelegt hat. Sie kommen nach 40 Jahren erstmals wieder in Wolfsburg zusammen.

Forschungsfahrzeuge wie der ESVW II oder der IRVW 1, die richtungsweisend für heutige Sicherheitsstandards sind und für Verbrauchsreduzierung stehen, sind gleichfalls vertreten. Dazu gesellt sich ein frühes Elektrofahrzeug – der Golf I CitySTROMer. Aber auch eine Extremvariante in Form des nur zweimal gefertigten Artz-Golf findet ihren Platz im Museum. Dass die Ausstellung in dieser Vielfalt präsentiert werden kann, ist besonders der Unterstützung der 1. Original Golf 1 IG zu verdanken, deren Mitglieder ihre Exponate zur Verfügung stellen.

Teilnehmer der 2000 Kilometer durch Deutschland: 2007 fuhr unter anderem dieser Golf 1 mit.

Teilnehmer der Oldtimerrallye 2000 Kilometer durch Deutschland: 2007 fuhr unter anderem dieser Golf 1 mit. Foto: Lars Döhmann

Die Entwicklungsgeschichte der neuen Modellgeneration, die für den Frontantrieb sowie den wassergekühlten Frontmotor steht, begann Ende der 1960er-Jahre und stellte mit ihrem technisch völlig neuen Konzept einen Meilenstein dar. Der Käfer hatte seine besten Zeiten längst hinter sich gelassen, das Prinzip des luftgekühlten Heckmotors galt bei Kunden und Ingenieuren gleichermaßen als überholt, obwohl Porsche damit noch viele Jahre erfolgreich blieb. Der Golf beendete diese schwierige Zeit und wurde zum Erfolgsmodell.

Das zeitlos schlichte Design des Golf beruhte auf den Entwürfen von Giorgio Giugiaro. Charakteristisch bis zur heutigen siebten Generation ist die breite C-Säule. Ein weiteres wichtiges Element war und ist die große Heckklappe, die andere schon früher hatten. Selbstverständlich werden – neben dem Golf I als Hauptakteur der Ausstellung – auch alle anderen Generationen des erfolgreichen Kompakten gezeigt.

Ausstellungsobjekt im Museum: Der Golf wird 40, und schon vom Einser gab es eine Elektroversion. Foto: Volkswagen.

Ausstellungsobjekt im Museum: Der Golf wird 40, und schon vom Einser gab es eine Elektroversion. Foto: Volkswagen.

Dem Steilheckmodell folgten Derivate wie das Cabriolet und der Pickup (Caddy), später folgten Ausführungen vom Variant bis zum heutigen Sportsvan. Der große Erfolg – schon nach 31 Monaten lief der millionste Golf vom Band – führte zu einer Ausweitung der Produktion in Brüssel/ Belgien, Uitenhage/Südafrika, Westmoreland/USA, Puebla/Mexiko und Sarajevo im heutigen Bosnien-Herzegowina. Über 30 Millionen Exemplaren in sieben Generationen sind bis heute entstanden.

Am Sonntag, 27. Juli, lädt das Museum zum Tag der offenen Tür, an dem alle Interessierten dem Golf zum 40-jährigen Jubiläum gratulieren können. Angesprochen sind zuallererst alle Volkswagen-Mitarbeiter, die Tag für Tag am Erfolg des Golf mitwirken. Der Eintritt ist an diesem Tag frei, ebenso die Führungen durch die Sonderausstellung.

Das AutoMuseum ist von Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Begleitend zur zweieinhalbmonatigen Ausstellung ist im Museumsshop eine aufwändig gemachte Broschüre zum 40. Geburtstag des Jubilars erhältlich.

 

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