Die BMW 5er-Reihe – Eine Innovation mit Idealmaßen

21. Mai 2014

Aus Freude am Fahren – Die schönste Form der Dynamik

Seit Jahrzehnten sind sie die Business-Fahrzeuge schlechthin – die Modelle der BMW 5er-Reihe. Mit der sportlichen Limousine zeigt BMW Vielseitigkeit, technische Überlegenheit und Ausdrucksstärke. In den Achtziger Jahren gelang den Bayern zunächst mit der 7er-Reihe ein Meilenstein in der Firmengeschichte, dem bereits zwei Jahre später der Durchbruch folgte: Mit der zweiten Generation des 5ers, genauer gesagt der Baureihe E34, schaffte der bayerische Automobilhersteller den Sprung in den Premiumbereich – die Klasse, die auf Augenhöhe mit Mercedes wahrgenommen wird.

Eine Geschichte der Generationen

Doch begonnen hat die Erfolgsgeschichte bereits im September 1968 – mit einer viertürigen Limousine. Diese erste Baureihe hieß E 3 und lief bis 1977 vom Band. Sechs Jahre nach dem E3-Debüt baute BMW ab 1973 dazu die Baureihe E12, optisch nah am E3. Der wurde als Langversion höher positioniert, war aber noch relativ weit weg von einer Mercedes S-Klasse. Die ersten 19 Fahrzeuge des  7er BMW mit den Modellen 728 bis 745i (E23) entstanden 1976, gebaut bis 1986.

Der E12 wurde bis Juli 1981 gebaut, wobei der Hersteller Schwachpunkte des E3 gezielt vermied. Die zweite Generation der 5er- Modellvarianten begann mit der Entwicklung des Nachfolgemodells E28, das den Verkaufserfolg bis zum Dezember 1987 weiterführte. Der BMW E34 läutete Ende der Achtziger Jahre die dritte Generation der 5er-Reihe ein und behauptete sich – mit einem Facelift in den Neunzigern – bis in das Jahr 1995. Von 1991 bis 1996 begeisterte der erste Touring der Bayerischen Motorenwerke die Kunden des Hauses. Die vierte Generation setzte BMW mit der Baureihe E39 fort, die bis etwa 2003 gebaut wurde. Danach folgte der E60 in der fünften Generation (bis 2010), wobei die aktuellen Baureihe der sechsten Generation mit dem BMW F10 den vorläufigen Höhepunkt in Sachen Technik und Innovation erreicht.

Ab 1968 lieferte BMW den E 3 als BMW 2500, 2800, 30i und 3,3Li aus. Die nachfolgenden Fünfer zeigten ein vergleichbares Doppelscheinwerfer-Gesicht.

Ab 1968 lieferte BMW den E 3 als BMW 2500 und 2800, später auch als 3.0i und 3,3Li aus. Die nachfolgenden Fünfer zeigten ein vergleichbares Doppelscheinwerfer-Gesicht.

In der oberen Mittelklasse konnte BMW mit dem E3  einen guten Eindruck erzielen.

In der oberen Mittelklasse konnte BMW mit dem E3 einen guten Eindruck erzielen. Handlichkeit und Agilität begeistern die Kunden.

.

Die Baureihe E34 – der Sprung in eine andere Dimension

Was bereits mit der 7er-Reihe begonnen hatte – die technische Überlegenheit und die Demonstration von Stärke und Innovation – wurde umgehend auf die 5er-Reihe übertragen. Die Kombivariante des E34, die BMW „Touring“ nannte, der nun auch in den 5er eingebaute Allradantrieb und das Verzinken wesentlicher Teile der Karosserie weckte das Interesse der qualitätsbewussten Kunden. Selbst heute noch ist diese Baureihe keine ungewöhnliche Erscheinung im Straßenverkehr – gut 17 Jahre nachdem der letzte E34 das Werk verließ.

Geringe Instandhaltungskosten der 5er-Reihe

Die Qualität und Langlebigkeit der 5er-Modelle führt zu einer hohen Nachfrage nach Verschleißteilen. Der Markt für BMW-Autoersatzteile begann fast zeitgleich mit den Erfolgsmodellen der 5er Reihe zu wachsen. Die Liebe der BMW-Fans ist noch immer ungebrochen und das große Angebot an Kfz-Zubehör für die Modellvarianten der 5er-Reihe spricht nicht nur ausgemachte Tuning-Freunde an. Im Gegensatz zur hochpreisigen Konkurrenz erlaubt es der ausgezeichnete Ersatzteilmarkt, die Instandhaltungskosten für das Fahrzeug zu minimieren. Günstige Verschleißteile, wie etwa Bremsbeläge, siehe Link, sind für nahezu alle Generationen der 5er-Reihe erhältlich.

Ein 5er macht von sich reden

Mit dem Erscheinen des E34, für dessen Form der Designchef Claus Luthe verantwortlich zeichnete, urteilte die Fachpresse „Jaguar-Design“. Dieser 5er, fast ein Abbild des kurz zuvor präsentierten 7er-BMW, war breiter, flacher und dynamischer als das Angebot der Stuttgarter Konkurrenz. Trotzdem verkörperte er die von den Kunden geschätzte wuchtige Wertigkeit der oberen Mittelklasse – was ihm die Akzeptanz in der Riege der repräsentativen Fahrzeuge sicherte. Die Baureihe E34 avancierte zum Dienstfahrzeug von Staatsführern, Ministern und fand rasch auch seinen Weg in die Hände einflussreicher Vorstandsmitglieder der Wirtschaft.

 

3 Reaktionen

  1. Chr.Frauenberger Mai 22nd, 2014 at 21:50

    Also, dass geht ja wieder runter wie Oel, so ein wunderschöner Artikel von Ihnen. Ich hatte vor dem sportlichen E34 auch den seriösen E28 und habe heute noch das E9 Coupé und bewundere den Sechszylindermotor, der modifiziert fast 30 Jahre lang gebaut wurde.
    Ein Falkenhausenscher Meistergriff, den Dr. Lange weiterentwickelte und darüber hinaus den ersten 12 Zylinder der Nachkriegszeit auf den Markt brachte, der allerdings bis auf die Kolben völlig neu konstruiert war. Keineswegs handelte es sich um eine Verdoppelung von 2,5 auf 5 Liter, von 6 auf 12 Zylinder und von 150 auf 300 PS, wobei diese Zahlen natürlich richtig sind.
    Ein 5er – mehr Auto braucht der Mensch eigentlich gar nicht – ist und bleibt das Maß des Fortschritts der Bewegung. Sollte dennoch Stillstand eintreten gibt ja noch die M5er. Übrigens fuhr einer dieser E12 2011 die 2000km mit.

  2. Christian Pickl August 16th, 2015 at 19:22

    Also mir geht das nicht runter wie Öl, eher wie Rasierklingen. Können Sie nicht anständig recherchieren, bevor Sie so einen Blödsinn veröffentlichen? Der E3 ist der Vorgänger des ersten 7er, des E23, nicht des E12. DER E3 IST KEIN FÜNFER, zum Donnerwetter noch einmal! Und dass Sie für die Illustration auch noch MEIN Fahrzeug verwenden (ohne meine Einwilligung und ohne Verpixelung des Nummernschildes) schlägt dem Fass den Boden aus.
    PEINLICH!
    Ich erwarte diesbezüglich Ihr umgehende Reaktion in Form einer Korrektur oder Löschung der Bilder.

    Christian Pickl
    BMW E3-Limousinen Club e.V.

  3. Lars Doehmann August 16th, 2015 at 21:36

    Lieber Herr Pickl,
    vielen Dank für den Kommentar, aber der E3 ist kein 7er und wird kein 7er. Er ist auch kein 5er – die Fahrzeuge hießen 2500 und 2800, ab 1971 auch 3.0 S, und ab 1974 auch 2.8L 3.0L und 3.3L.

    Optisch und technisch ist der E3 nah am E12 und in sofern kann ich den durchaus als Vorgänger bezeichnen. Ich habe den Text etwas präzisiert. Es sollte aber kein Roman über Verwandtschaftsverhältnisse werden. Nach meinem Kenntnisstand: Der Radstand des E3 in der Normalversion entspricht mit 2692 mm eher dem E12 (2636 mm) als dem E23 (2795 mm). Nur die L-Ausführung des E3 passt bis auf 3 Millimeter zum E23. Die dürfen Sie dann gerne als 7er-Vorgänger deklarieren, würde ich auch machen.

    In einem E3 2800 bin ich übrigens zigtausende Kilometer unterwegs gewesen. Alle anderen E-BMW fuhr ich eigenhändig.
    Für die Nutzung meines Bildes von Ihrem (sehr schönen) Fahrzeug brauche soweit ich weiß ich keine Genehmigung und eine Verpixelung des Nummerschildes ist nicht nötig, da dürften Sie sich irren.
    Lars Döhmann

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste VideosMehr Videos »