Preisanstieg bei Oldtimern nahm 2013 Fahrt auf

26. Februar 2014

Der Deutsche Oldtimer Index, den der Verband der Automobilindustrie (VDA) herausgibt, legte 2013 um 8,1 Prozent zu (2012: plus 4,2 Prozent). Damit stieg der Deutsche Oldtimer Index 2013 von 2.023 auf 2.186 Punkte.

In der Rangliste der Fahrzeuge mit dem höchsten Wertzuwachs gegenüber dem Vorjahr steht mit dem BMW 520i erstmals ein BMW-Modell ganz oben. Der erste BMW der 5er-Reihe (Modellreihenbezeichnung E12) wurde von 1972 bis 1981 produziert. Auf Platz zwei folgt die Sportwagen-Legende Mercedes-Benz 300 SL (Flügeltürer), der in den vergangenen Monaten Rekordpreise erzielte. Den dritten Rang belegt der BMW 501 Achtzylinder. Das von 1955 bis 1958 gebaute Modell war mit einem V8-Motor ausgestattet, der von BMW nach dem Krieg neu konstruiert wurde. Von diesen Oberklassenfahrzeugen wurden neben den Limousinen auch wenige Cabriolets und Coupés hergestellt. Platz vier belegt ebenfalls ein BMW: Das LS Coupé, das zur BMW 700er-Reihe zählt, wurde 1964 und 1965 gebaut. In dem Kleinwagen mit nur 690 Kilogramm Leergewicht arbeitete ein gebläsegekühlter Zweizylinder-Boxer, der von einem Motorradmotor abgeleitet wurde. Auf Platz 5 folgt der Alfa Romeo Spider „Veloce Cabriolet“.

2 2014-2VDA_02280_Deutscher_Oldtimer_Index_Rangliste_Wertentwicklung_Vorjahr_DE

Den ersten Platz in der Rangliste der Fahrzeuge mit dem stärksten Wertzuwachs seit Beginn der Index-Berechnung 1999 teilen sich zwei Volumenfahrzeuge: Der Citroen 2CV 6 (die „Ente“) und der VW „Bulli“ Typ 2 T2. Die hohen Wertzuwächse innerhalb der letzten 15 Jahre lassen sich bei beiden Fahrzeugen auf das relativ geringe Ausgangsniveau im Jahr 1999 zurückführen. Auf dem dritten Platz steht der Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“.

2 2014-1VDA_02280_Deutscher_Oldtimer_Index_Rangliste_Wertentwicklung_DE

In den vergangenen Jahren waren im Oldtimer-Markt zwei voneinander unabhängige Entwicklungen zu beobachten. Einerseits wurden auf öffentlichen Auktionen für selten gebaute Fahrzeuge, Einzelstücke, Rennwagen oder Fahrzeuge mit berühmten Vorbesitzern sehr hohe Preise erzielt. Dahinter steht offenbar ein Investment-Trend, in Sachwerte auszuweichen. Auf der anderen Seite finden sich echte Oldtimer-Enthusiasten, die im Durchschnitt für ein Fahrzeug weniger als 20.000 Euro ausgeben. Der Wertzuwachs dieser Fahrzeuge kompensiert in der Regel nicht die stetig anfallenden Wartungs- und Erhaltungskosten. Solche Fahrzeuge bilden auch den Kern des Deutschen Oldtimer Index, der auf Basis von Marktbeobachtungsdaten des Bochumer Bewertungsspezialisten classic-tax ermittelt und vom VDA herausgegeben wird. Wegen der saisonalen Schwankungen – hohe Preise im Sommer, dagegen eher niedrige im Winter – wird dieser Index nur einmal jährlich veröffentlicht. Für die Ermittlung des Index werden 88 Fahrzeuge ausgewählt, die aufgrund ihrer Spezifikationen, ihres Herstellerlandes sowie ihrer Häufigkeit den deutschen Oldtimer-Markt repräsentativ abbilden. Die aktuellen Zulassungszahlen werden bei der Berechnung berücksichtigt.

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3 Reaktionen

  1. Frauenberger März 7th, 2014 at 11:29

    Durch die Wersteigerungen der Oldtimer werden langjährige und aufwändige Bemühungen zumindest teilweise honoriert. Die insgesamt gestiegene Wertigkeit bringt eine höhere Qualität in der Oldtimersphäre mit sich.
    Besser ist mehr.

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  2. Lars Doehmann März 8th, 2014 at 19:08

    Der Blick allein auf die Werte geht letztlich aber an der Sache vorbei: Wenn wir für unser Hobby Oldtimer Mittel aufwenden, so gehört das eigentlich dazu dazu. Bei der Niedrig-Zinspolitik sind Sachwerte natürlich gut, und wir Altauto-Besitzer und Fahrer automobilen Kulturguts dürfen uns gleichzeitig über Lenradschaltung, seidigen Reihen- oder Boxer-Sechszylinder, filigrane Dachsäulen, und die kleinen Macken und vieles mehr freuen.

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  3. Chr. Frauenberger März 9th, 2014 at 17:45

    Da stimme ich aber zu.
    Auch wegen der Macke.

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