Retro Classics in Stuttgart: Ausblick 2014

27. November 2013

Vorschau auf die Retro Classics in Stuttgart mit der Sonderschau „Elf vergessene französische Marken“: „Gaststar“ ist ein Delahaye 135 M Roadster.  Wie bereits in den Vorjahren ist das gesamte Messegelände von über 100.000 Quadratmetern restlos ausgebucht.

Auf der Retro Classics 2014 wird ein bislang kaum beachtetes Stück europäischer Automobilgeschichte lebendig: Insgesamt 22 seltene Fahrzeuge sind in der exklusiven Sonderschau „Elf vergessene französische Marken“ zu sehen (Atrium, Eingang Ost). „Wir zeigen jeweils zwei Automobile der Marken Bugatti, Delage, Delahaye, Talbot, Salmson, Voisin, Hispano-Suiza, Hotchkiss, Lorraine-Dietrich, Panhard & Levassor und Facel-Vega“, sagt Jean-Paul Tissot, Präsident des Delahaye Club in Saint Germain en Laye, der die Fahrzeuge zur Verfügung stellt. „Es handelt sich um elf große französische Marken, deren Produktion eingestellt wurde… bis auf Bugatti.“ Das Besondere: „Die beiden Wagen jeder Marke unterscheiden sich grundlegend. Alle sind herausragende Beispiele für die französische Automobilkunst.“

Facel Vega - der französische Hersteller setzte auf amerikanische V8-Motoren und stolperte unter anderem über den eigenen Vierzylinder.

Facel-Vega – der französische Hersteller setzte auf amerikanische V8-Motoren und stolperte unter anderem über den eigenen Vierzylinder.

Die Ausstellung erinnert an wegweisende technische Neuerungen und gestalterische Meilensteine gleichermaßen. So befinden sich unter den Exponaten auch zwei Fahrzeuge von Panhard & Levassor, einem der ältesten Automobilhersteller der Welt. In den Hallen des 1886 gegründeten Unternehmens entstand einst das erste Auto Frankreichs. Den Konstrukteuren von Panhard & Levassor ist zudem die Erfindung des so genannten Panhardstabes zu verdanken, der heute noch verwendet wird.

Mittelpunkt der Ausstellung ist ein „Gaststar“ aus dem sonnigen Kalifornien – „ein sehr seltener Delahaye, der zur Sammlung des Mullin Automotive Museum in Oxnard gehört“, verrät Tissot. In den dreißiger Jahren zählten die Automobile aus dem Hause Delahaye zu den schönsten ihrer Epoche. Der in Stuttgart gezeigte Delahaye 135 M Roadster stammt aus der Serie „Salon de Paris 1936“ und besitzt eine Karosserie des berühmten französischen Stellmachers Figoni & Falaschi. Erstkäufer war ein indischer Maharadscha. Ende der Achtziger wurde der Wagen in England restauriert und nach Amerika verschifft, wo ihn der heutige Eigentümer 1993 erwarb. Insgesamt wurden nur neun Exemplare gebaut. Auch alle anderen Fahrzeuge der Sonderschau könnten bewegte und bewegende Geschichten erzählen. 

Delahye 135 MS Coupé Chapron, ein Beispiel für die Eleganz der französischen Marke.

Delahye 135 MS Coupé Chapron, ein Beispiel für die Eleganz der französischen Marke.

Die Messe will neue Maßstäbe in der Oldtimer-Landschaft setzen. Den Besucher erwartet eine Vielzahl hochkarätiger Präsentationen, etwa von Ferrari und Maserati (Halle 1), Mercedes-Benz (Halle 7) oder Porsche (Halle 4). In Halle 3, der „klassischen Halle der Händler und Restaurationsbetriebe“, stellen neben Unternehmen wie Lorinser und der RPR Group auch viele neue Teilnehmer aus. Eine eigene Halle erhalten auch US-Klassiker.

Raum erhalten jedoch auch Nicht-Klassiker-Themen wie der Kart-Sport und die Formula Student oder sogenannte Neo Classics – also moderne Autos die möglicherweise vielleicht irgendwann zum echten Oldtimer reifen könnten. Naja, wer´s mag…

Besondere historische Leckerbissen sind neben der Sonderschau mit vergessenen französischen Marken in Halle 4 auch die Motorrad-Sonderschau in Halle 8, bei der seltene Fahrzeuge der Stuttgarter Marken Standard und UT („Untertürkheim“) zu sehen sind.

Ab sofort können Sie sich für die Fahrzeugverkaufsbörse über nachstehende Links direkt anmelden:

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http://ics.messe-stuttgart.de/iebms/reg/reg_p1_form.aspx?oc=50&ct=TNDEUTSCH&eventid=1000

Weitere Informationen gibt es hier: www.retro-classics.de

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