8. Classic Days Schloss Dyck vom 2. bis 4. August 2013: Festival klassischer Fahrzeuge

31. Juli 2013

Die Classic Days Schloss Dyck bieten zahlreiche Veranstaltungs-Highlights. Automobilenthusiasten und Sammler aus ganz Europa reisen zu der stimmungsvollen Zusammenkunft rund um das Wasserschloss in Jüchen im Rhein-Kreis Neuss an. So gehen beispielsweise die „Racing Legends“ auf die fast drei Kilometer lange Rundstrecke und machen automobile Höchstleistung seh- und hörbar. „Jewels in the Park“, ein Concours d’Elégance der FIVA-Kategorie A (Fédération Internationale des Véhicules Anciens), zeigt auf der Orangerie-Halbinsel außergewöhnliche Sammlerfahrzeuge, Einzelstücke und Prototypen aus der ganzen Welt, in diesem Jahr ergänzt von einer Sonderausstellung „115 Jahre Erdmann & Rossi“ mit spektakulären Einzelstücken der berühmten Karosserie-Werkstatt. Beim „Classic Meeting“ treffen sich auf dem „Miscanthusfeld“ – benannt nach dem groß wachsenden China-Schilfgras – mehr als einhundert Oldtimer-Clubs und stellen ihre Schätze aus.

Mercedes-Benz ist offizieller Hauptsponsor der renommierten Veranstaltung rund um das Wasserschloss im Rheinland. Die Marke zeigt in diesem Jahr originale Fahrzeuge der S-Klasse aus mehreren Generationen, präsentiert von prominenten Motorsportvertretern.

Erstmals wird auch der Bundesverband DEUVET mit einem Dialog-Stand für die Gäste und Teilnehmer der Classic Days am Schloss Dyck dabei sein. Zusammen mit dem ZDK, der Handwerkskammer Düsseldorf und dem Landesinnungsverband bezieht der DEUVET Stellung zu den Fragen der automobilen Gegenwart und Zukunft. Zwischen den Eingängen 1 und 2 wird der DEUVET sein Zelt in der Nähe des Miscanthusfeld aufstellen und so in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinen Partnern informieren. Sichtbares Zeichen wird ein seltenes, viertüriges Cabriolet eines Opel Diplomat sein, von denen 1971 vier Exemplare mit großem handwerklichen Aufwand und Können gebaut worden sind. Damit ergänzt der DEUVET die Ambitionen von ZDK und Handwerkskammer, mehr Jugendlichen einen Zugang zur historischen Technik und damit verbundenen Fertigkeiten zu vermitteln. An drei Tagen werden die DEUVET-Verantwortlichen besonderen Wert auf die Information und Beratung legen und wie gewohnt für die Interessen der Clubs Klassischer Fahrzeuge sich einsetzen.

Peugeot präsentiert den 402 Eclipse, aber auch der 205 Turbo 16 von Michèle Mouton steht als Blickfang bereit. Foto: Peugeot

Peugeot präsentiert den 402 Eclipse, aber auch der 205 Turbo 16 von Michèle Mouton steht als Blickfang bereit. Foto: Peugeot

Auch Peugeot ist in diesem Jahr bei den Classic Days auf Schloss Dyck dabei. Die französische Löwenmarke ist bei dem stilvollen Oldtimer-Event, das vom 2. bis 4. August 2013 stattfindet, mit insgesamt vier Fahrzeugen vertreten. In der zentralen Ausstellung „Jewels in the Garden“ im Garten des Schlosses präsentiert sich der 402 Eclipse inmitten weiterer hochwertiger Klassiker. Dieses Coupé-Cabriolet schrieb mit einem zurückklappbaren Stahldach bereits in den 1930er-Jahren Automobilgeschichte. Mit seiner strömungsgünstig wirkenden Karosserie und den hinter dem Kühlergrill platzierten Scheinwerfern setzt der elegante Klassiker besondere Akzente. Bei den diesjährigen Classic Days ist der Peugeot 402 Eclipse auch beim Concours d’Élégance im historischen Schlosspark zu sehen. Im Eingangsbereich der Veranstaltung ist außerdem der legendäre Peugeot 205 Turbo 16 aus nächster Nähe zu bewundern. Mit diesem allradgetriebenen Mittelmotor-Sportler hatte die Französin Michèle Mouton 1986 die Deutsche Rallye-Meisterschaft gewonnen.

Alfa Romeo 155 2.5V6 TI DTM - so fuhr er zwischen 1993 und 1996. Foto: Alfa Romeo

Alfa Romeo 155 2.5V6 TI DTM – so fuhr er zwischen 1993 und 1996. Foto: Alfa Romeo

Außerdem feiert Alfa Romeo zwei Geburtstage: Vor 50 Jahren wurde Autodelta gegründet, lange Zeit die offizielle Rennabteilung von Alfa Romeo und verantwortlich für unzählige Motorsporterfolge der Marke. Und vor 20 Jahren schockte Alfa Romeo die einheimische Konkurrenz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) – Nicola Larini holte sich auf Anhieb den Titel im Alfa Romeo 155 V6 Ti.

Das originale Einsatzauto aus dem Jahr 1993 ist auf dem Gelände des historischen Wasserschlosses ebenso zu sehen wie zwei der erfolgreichsten Rennwagen aus dem Hause Autodelta – ein Tipo 33/2 „Daytona“ von 1968 und eine Giulia Sprint GTAm von 1970. Abgerundet wird der Auftritt von Alfa Romeo im historischen Teil der Classic Days durch eine Giulietta Sprint Veloce von 1961, die ebenso wie die beiden Autodelta-Legenden an den Demonstrationsläufen teilnimmt.

Mercedes-Benz Classic zeigt vor allem die Geschichte der S-Klasse und stellt zugleich ihre Erfolge im Motorsport dar. Dazu gehört im „Fahrerlager“ beispielsweise der Mercedes-Benz 220 (W 180), der 1956 auch bei der Mille Miglia zum Einsatz kam. Für die Geschichte der Rallye- und Langstreckenrennen der 1960er-Jahre steht der Mercedes-Benz 300 SE (W 112), von dem eine Rallyeausführung gezeigt wird. Geplant ist zudem der Einsatz des Mercedes-Benz 300 SEL 6.8, die berühmte „Rote Sau“ – sie gewinnt 1971 ihre Klasse beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa und zudem den zweiten Platz im Gesamtklassement. AMG ist damals ein unabhängiges Unternehmen, heute gehört es zur Daimler AG und ist die Performance-Marke von Mercedes-Benz.

Präsentiert werden diese Klassiker während der Veranstaltung von der ehemaligen Motorsportlerin Ewy Baronin von Korff-Rosqvist, die beispielsweise 1962 auf Mercedes-Benz 220 SE (W 111) den Großen Straßenpreis von Argentinien gewann, sowie den früheren Rennfahrern Dieter Glemser, der in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den großen Motorsporterfolgen von Mercedes-Benz beitrug, und Hans Herrmann, der in den 1950er-Jahren Mitglied des Mercedes-Benz Silberpfeil-Rennteams war. Einige Fahrzeuge der S-Klasse werden im Verlaufe des Wochenendes auch über den Parcours rund um Schloss Dyck bewegt.

Abgerundet wird der Auftritt von Mercedes-Benz Classic bei den Classic Days Schloss Dyck auf der „Apfelwiese“: Dort sind voraussichtlich ein 450 SEL 6.9 (Baureihe 116) und ein 560 SEL (Baureihe 126) zu sehen. Die leistungsstärksten Vertreter der beiden S-Klasse Generationen verkörpern perfekt die Spitze des Automobilbaus. Denn die Mercedes-Benz S-Klasse setzt in jeder Modellgeneration in der Summe ihrer Ausstattungsmerkmale und Eigenschaften Maßstäbe und führt das Feld der Oberklasse und Spitzenklasse an. 

Aus den deutschen Mercedes-Benz Markenclubs werden bei den Classic Days Schloss Dyck mehr als 250 Mitglieder und Gäste erwartet. Das Club-Management von Mercedes-Benz Classic ist Gastgeber für seine Clubmitglieder. Weltweit betreut das Club-Management mehr als 80 anerkannte Markenclubs mit insgesamt rund 80.000 Mitgliedern. Sie stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen der internationalen Szene und Mercedes-Benz dar.

Ewy Baronin von Korff-Rosqvist und Dieter Glemser. Foto: Daimler

Ewy Baronin von Korff-Rosqvist und Dieter Glemser. Foto: Daimler

Dieter Glemser

Geboren am 28. Juni 1938 in Kirchheim/Teck

Seine Vollgas-Karriere beginnt mit dem Start beim Schorndorfer Bergrennen 1960. Es folgen zahlreiche Klassensiege bei verschiedenen Berg- und Rundstreckenrennen auf dem Nürburgring. Für die damalige Daimler-Benz AG startet er ab 1963 mit dem Gesamtsieg bei der Polen-Rallye in einem Mercedes-Benz 220 SE und jeweils einem zweiten Platz bei der Deutschland-Rallye (inklusive eines Klassensieges) und dem Großen Straßenpreis von Argentinien. Auch im folgenden Jahr beteiligt er sich an dem Dreifachsieg der Teams Eugen Böhringer/Klaus Kaiser, Dieter Glemser/Martin Braungart und Ewy Rosqvist/Eva-Maria Falk beim Großen Straßenpreis von Argentinien. Mit Ford feiert Dieter Glemser 1971 einen Europameistertitel bei den Tourenwagen und einen Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps sowie den Titel des Deutschen Rennsportmeisters 1973 und 1974. Nach einem schweren Unfall infolge eines Reifenschadens beim Tourenwagenrennen von Macao/Südostchina im November 1974 beendet er seine aktive Motorsportlaufbahn. Ab 1990 ist Dieter Glemser zehn Jahre lang Mitglied des Mercedes-Benz Motorsport-Teams und als Abteilungsleiter zuständig für die Organisation. Von 2001 bis 2008 ist er freier Mitarbeiter bei Mercedes-AMG und der Daimler AG für Sport- und Fahrsicherheitstrainings sowie bei Classic-Veranstaltungen. Noch heute fährt er bei Mercedes-Benz Classic-Veranstaltungen.

Ewy Baronin von Korff-Rosqvist

 Geboren am 3. August 1929 in Stora Herrestad (Schweden)

 Die in Südschweden aufgewachsene Tierarztassistentin Ewy Rosqvist ist eine prägende Figur des Rallye-Sports der 1960er-Jahre. Ihr fahrerisches Können schärft die junge Frau zunächst bei langen Dienstfahrten auf Naturstraßen zwischen den weit verstreut liegenden Bauernhöfen. Das erste Fahrzeug dabei ist ein vom Vater gekaufter Mercedes-Benz Typ 170 S (W 136). Über ihren Mann kommt Ewy Rosqvist in Kontakt mit dem Rallyesport, 1954 fährt sie erstmals selbst Zwischenetappen der Rallye Mitternachtssonne. Von 1956 an startet sie dann selbst bei Rallyes und gewinnt Damen-Wertungen bei Wettbewerben in ganz Europa. Unter anderem erringt sie von 1959 bis 1961 jeweils den europäischen Damen-Cup und 1959 sowie 1961 den Damenpokal des internationalen Rallyesports. Von 1962 an startet Rosqvist mit Kopilotin Ursula Wirth als Werksfahrerin für Mercedes-Benz. Ihr größter Triumph in diesem Jahr ist der Gesamtsieg beim Großen Straßenpreis von Argentinien auf Mercedes-Benz 220 SE (W 111). Mit ihren Beifahrerinnen Wirth und Eva Maria Falk ist Rosqvist von 1962 bis 1964 bei renommierten Rallyes und bei Langstreckenrennen ausgesprochen erfolgreich. Nach dem dritten Platz beim Großen Straßenpreis von Argentinien 1964 beendet sie ihre aktive Rennsportkarriere. Als charmante Botschafterin des Rennsports ist sie Mercedes-Benz weiterhin eng verbunden.

 

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