25. Techno Classica: volles Programm vom 10. bis 14. April 2013.

30. März 2013

Die „Weltmesse für Oldtimer, Classic- & Prestige-Automobile, Motorsport, Motorräder, Ersatzteile, Restaurierung und Welt-Clubtreff“ hat sich seit 1989 zur größten Indoor-Messe der internationalen Klassik-Szene entwickelt. Wie keine andere Oldtimer-Messe vereint sie viele Superlative: Sie ist das weltgrößte Podium der Traditions-Abteilungen der Automobilindustrie. Mehr als 220 Clubs machen die Messe mit ihren Ständen zum größten internationalen Clubtreffen. Mit über 2.500 zum Verkauf stehenden Klassikern, Sammler- und Prestige-Automobilen ist sie der weltgrößte Handelsplatz für automobile Raritäten und Youngtimer auf 120.000 Quadratmeter Ausstellungfläche. Zudem ist sie eine der größten Leistungs- und Verkaufsschauen der renommiertesten Automobil-Restaurierer, Ersatzteil-Anbieter, Zubehör-Lieferanten, Oldtimer-Renn- und Rallye-Veranstalter, Dienstleister, Automobil-Literatur-Händler, Modellauto-Spezialisten, Kunst-Galeristen und Auto-Mode-Boutiquen.

Volle Hallen, volles Programm: Die Techno Classica in Essen hat auch bei der 25. Auflage viel zu bieten. Foto: Messe Essen.

Volle Hallen, volles Programm: Die Techno Classica in Essen hat auch bei der 25. Auflage viel zu bieten. Foto: Messe Essen.

Für die Traditionsabteilungen der internationalen Automobilhersteller hat die TECHNO-CLASSICA in Essen längst dieselbe Bedeutung wie beispielsweise der Automobilsalon in Genf für die aktuellen Modelle und Neuheiten. So präsentieren sich neben allen deutschen Herstellern mit ihren Klassikern immer mehr ausländische Automobilfirmen auf der Oldtimer-Weltmesse, die mit ihrer Präsenz ihr Markenbild über ihre Historie schärfen. Die 25. Jubiläums-Ausgabe ist dafür der beste Beweis: Mit 25 Marken stellen so viele Hersteller wie noch nie zuvor auf der TC aus.

Die britische Traditionsmarke Aston Martin feiert Premiere auf der TECHNO-CLASSICA: Aus Anlass des 100sten Firmengeburtstags präsentiert sich der Sportwagen-Hersteller erstmals in Essen. Neben dem neuen Vanquish mit 12-Zylinder-Motor und dem Vantage V8 ist bei der TECHNO-CLASSICA auch jener legendäre Aston Martin DB5 im Original zu sehen, der 1964 mit dem James Bond in „Goldfinger“ auf Verbrecherjagd ging. 2012 feierte der Vierliter-Sechszylinder sein Agenten-Comeback – in „Skyfall“.

Auch andere Automobilhersteller gesellen sich zu den Klassikern ihre Nachfahren. Hier einige Beispiele aktueller Automodelle auf der TC:

Bentley: Continental GT Speed, Bugatti: Veyron, Mercedes-Benz: aktuelle S-Klasse, Peugeot: 208 GTi, Porsche: aktueller 911, Rolls-Royce: Ghost, Seat: Mii.

Porsche Classic präsentiert sich vom 10. bis 14. April 2013 auf der größten Oldtimer-Messe der Welt in Essen. In Halle 7.0 wird das umfassende Sortiment an Classic Originalteilen sowie das Leistungsspektrum der Porsche Classic Werkstatt zum Thema Restaurierung, Wartung und Reparatur von klassischen Porsche Fahrzeugen ausgestellt. Im Mittelpunkt des großzügigen Messestands steht dabei das 50jährige Jubiläum des Porsche 911.

Porsche 901-1, der 911 T8 von 1964. Foto: Porsche

Porsche 901-1, der 911 T8 von 1964. Foto: Porsche

Porsche Classic wird in Essen gleich vier 911 präsentieren, die die große Bandbreite der Elfer-Historie vermitteln. Zwei frühe Coupés ermöglichen Einblicke in die Technik der ersten 911. Ein 911 (Baujahr 1964), der sich derzeit zur Restaurierung in der Porsche Classic Werkstatt befindet sowie ein 911 (Baujahr 1965) direkt aus dem Porsche Museum. Dazu steht in Essen auch die Studie eines 911 Turbo Cabriolets, die im September 1981 auf der IAA in Frankfurt ihr Debüt feierte. Die 911-Neuzeit wird von Porsche Exclusive & Tequipment mit einem speziell ausgestatteten aktuellen 911, Typ 991 vertreten, an dem die umfangreichen Individualisierungsmöglichkeiten gezeigt werden. Darüber hinaus kommen bei der Techno Classica aber auch die Fans des 911-Vorgängers 356 nicht zu kurz, von dem ebenfalls ein bei Porsche Classic komplett restauriertes und seltenes Exemplar, ein 356 B T5 GS Carrera GT, zu sehen sein wird.

Mercedes-Benz Classic macht die exklusive und von wegweisenden Innovationen geprägte Geschichte der S-Klasse zum Schwerpunkt des Markenauftritts bei der 25. Techno Classica in Essen (10. bis 14. April 2013). Der älteste Automobilhersteller der Welt ist bei dieser größten internationalen Fachmesse für klassische Fahrzeuge auf 4.500 Quadratmeter Fläche in Halle 1 der Messe Essen präsent.

Alleine 1.000 Quadratmeter des Messestands widmet die Stuttgarter Marke ihren Oberklasse- und Spitzenklassefahrzeugen der S-Klasse und deren Vorgängerbaureihen – von der Frühzeit des Automobils bis zur Moderne. Einen besonderen Glanzpunkt setzt darüber hinaus ein Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Jahr 1910. Mercedes-Benz Classic hat diesen originalen Spezial-Tourenwagen mit großem Aufwand und dem Anspruch höchster Authentizität restauriert. So steht der Wagen gleichermaßen für die exzellente Motorsporttradition Marke wie für die herausragende Kompetenz von Mercedes-Benz Classic bei aufwendigen originalgetreuen Restaurierungen. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Louwman-Museum, Den Haag/Niederlande, durchgeführt, das ebenfalls einen „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Jahr 1910 in den Originalzustand zurückversetzen ließ.

Eine S-Klasse fuhr bei den letzten 2000 km durch Deutschland im Jahr 2011 für die Oldtimer Spendenaktion mit und erhielt einen herzlichen Empfang in Immenstadt auf dem Marienplatz.

Eine S-Klasse fuhr bei den letzten 2000 km durch Deutschland im Jahr 2011 für die Lebenshilfe Gießen mit und erhielt einen herzlichen Empfang in Immenstadt auf dem Marienplatz.

Die einzigartige Tradition der S-Klasse reflektiert Mercedes-Benz Classic mit einer Galerie aus zwölf Fahrzeugen, die den Mittelpunkt des Messestandes bildet. Wie tiefgreifend die S-Klasse mit ihren Werten in der bis zur Erfindung des Automobils zurückreichenden Markengeschichte verwurzelt ist, zeigen drei Exponate aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: der Mercedes-Simplex 60 PS (1904), der dem Geschäftsmann Emil Jellinek und Vater der Marken-Namensgeberin Mercédès Jellinek, als Reisewagen diente, sowie ein Nürburg 460 (W 08, 1929) und ein Typ 770 „Großer Mercedes“ (W 07, 1931). Neben neun weiteren Fahrzeugen, die die Ahnenreihe der Oberklasse- und Luxusklasse-Limousinen seit 1951 repräsentieren, gibt der Messestand von Mercedes-Benz Classic einen Ausblick auf die neue Baureihe 222, die im Sommer dieses Jahres eingeführt wird.

Der auf der Techno Classica ausgestellte Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ ist eines von weltweit nur zwei Fahrzeugen, welche die mehr als 100 Jahre seit ihrem ersten Renneinsatz originalgetreu überlebt haben. Er ist ein außerordentliches Zeugnis für die visionäre Technikführerschaft dieser Ära. Denn die damals gebauten zehn Benz-Renntourenwagen wurden eigens für die Prinz-Heinrich-Fahrt 1910 neu konstruiert und waren ihrer Zeit technisch weit voraus. Der Geist solcher Exzellenz gehört zu den Werten der Marke Mercedes-Benz, aus denen in allen Epochen herausragende Automobile entstanden sind“. Das Fahrzeug aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic kommt bei der Prinz-Heinrich-Fahrt 1910 auf dem 11. Platz ins Ziel, danach startet es noch im selben Jahr auch zur Zar-Nikolaus-Tourenfahrt. Den modifizierten Motor, den der Rennwagen für diesen Wettbewerb in Russland erhält, hat das Fahrzeug heute noch.

Nach dem Pegaso-Weltrekord im letzten Jahr hat sich die SIHA zum Jubiläum „25 Jahre TECHNO-CLASSICA“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die diesjährige Sonderschau trägt den Titel „Automobile Masterpieces“ und zeigt die Haute Couture des Automobilbaus – die elegantesten und schönsten Designerkreationen aus der Hoch-Zeit des Karosseriebaus. Die ausgestellten Edelkarossen sind allesamt Unikate und wurden von der Crème de la Crème der Karosserie-Manufakturen der 1930er bis 1940er Jahre eingekleidet.

Sonderschau:

Deren Karosserie-Gestaltungskunst hat eine lange Tradition: Individuell nach Kundenwünschen gefertigte Fahrzeuge entstanden seit der Frühzeit des Automobils meist auf der Basis von Fahrzeugen, die nur in kleinen Stückzahlen hergestellt wurden. Viele Autos von Luxusherstellern wie Talbot Lago, Bugatti, Delahaye oder Maybach galten selbst schon als Schönheiten –doch mit Karosserien beispielsweise von Saoutchik und Figoni et Falaschi aus Frankreich oder Autenrieth und Erdmann & Rossi aus Deutschland wurden sie zu Kunstwerken.

Mit ihrem weit verzweigten Netzwerk und den internationalen Kontakten zu Sammlern hat die S.I.H.A. es geschafft, rund 12 dieser außergewöhnlichen Schönheiten in der Sonderschau „Automobile Masterpieces“ zu versammeln. So sind auf der TECHNO-CLASSICA in Halle 6 unter anderem zu sehen:

Delage D6-70 von 1936, karossiert von Figoni – eines der schönsten Autos, die in Le Mans gewonnen haben. 1935 hatte Delahaye die Firma von Louis Delage übernommen und wollte mit motorsportlichen Erfolgen das Image aufpolieren. Eigens für Le Mans wurde dieser Wagen, dessen Dreiliter-Sechszylinder-Motor über rund 100 PS verfügte, 1936 gebaut. Die leichte, geschlossene Rennsportkarosserie hatte Joseph Figoni mit fast freistehenden Kotflügeln versehen. Wegen Generalstreiks wurde das Rennen 1936 abgesagt und der Delage präsentierte sich auf verschiedenen Concours d’Elegance. Im folgenden Jahr konnte das Coupé seine Renntauglichkeit beweisen: Louis Gerard und Jacques de Valence wurden Klassensieger und belegten den 4. Platz im Gesamtklassement.

Talbot Lago T 150 C Teardrop Coupé mit einer Karosserie von Figoni et Falaschi aus dem Jahre 1938 – dieses wunderschöne Coupé ist ein Höhepunkt des französischen Stromlinien-Designs. An die 16 Exemplare dieser sogenannten „goutted’eau“-Coupés (Teardrop, Wassertropfen) bauten die Pariser Joseph Figoni und Ovidio Falaschi – der ausgestellte Wagen war der einzige mit langem Radstand. Und er ist nicht nur bildschön, sondern auch schnell: er gewann1948 den Klassensieg beim 24h-Rennen von Spa.

Talbot Lago T 150, im Rahmen der Sonderschau auf der Techno Classica 2013 zu sehen. Foto: Messe Essen.

Talbot Lago T 150, im Rahmen der Sonderschau auf der Techno Classica 2013 zu sehen. Foto: Messe Essen.

Bugatti 57 C mit Gangloff-Karosserie von 1939 – der langestreckte Roadster mit den verkleideten Hinterrädern galt lange Jahre als Saoutchik-Geschöpf, bis die Geschichte recherchiert werden konnte: Dem Erstbesitzer gefiel der Entwurf der Pariser zwar, er war ihm aber zu teuer, so dass er Gangloff in Colmar den Auftrag gab. Der elegante Wagen gewann u.a. 2010 den Concours bei der 2. Schloss Bensberg Classic.

Bugatti 57 C Gangloff von 1939 wird im Rahmen der Sonderschau auf der TC 2013 in Essen gezeigt. Foto: Messe Essen.

Bugatti 57 C Gangloff von 1939 wird im Rahmen der Sonderschau auf der TC 2013 in Essen gezeigt. Foto: Messe Essen.

Delahaye 135 MS Coupé mit Pourtout-Karosserie–dieses Stromliniencoupé wurde 1946 auf der Motor Show in Paris präsentiert. Das Chassis – übrigens das Gleiche wie beim erfolgreichen Delahaye Le Mans-Rennwagen. Bei der Karosserie ließ sich die französische Karosserieschmiede Pourtout von Vorkriegsentwürfen ihres früheren Mitarbeiters Georges Paulin inspirieren, der 1940 als britischer Geheimagent von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

Talbot Lago T26 Grand Sport mit Saoutchik-Karosserie – bei diesem außergewöhnlichen Coupé folgt entgegen dem Gestaltungsleitsatz der Designer die Funktion der Form. Der bekannte Pariser Karossier Jacques Saoutchik schuf dieses Kunstwerk 1948 – sieben Jahre später musste er seinen Betrieb einstellen.

Der Begriff Karosserie entstammt dem Französischen (carosse = Kutsche). Bereits im Altertum haben sich Wagenbauer und ab dem Mittelalter die Stellmacher mit der Gestaltung von Fahrzeugen und deren Aufbauten beschäftigt. Zu Beginn des Automobilbaus ließen sich betuchte Kunden Aufbauten nach eigenen Wünschen auf Fahrgestelle der Automobilhersteller fertigen. Mit dem Übergang von der Kutschenform zur Automobilkarosserie nach der Jahrhundertwende entstand so auch ein neues Handwerk – das der Karosseriebauer. Mit zunehmender Serienfertigung richteten auch die Automobilfabriken eigene Abteilungen für die Karossierung ihrer Fahrzeuge ein.

In den 1920ern, mit der Verbreitung des Automobils, wurde auch das äußere Erscheinungsbild immer wichtiger. Zusätzlich zum Statussymbol wurde das Auto auch zum Schmuckstück seines Besitzers und die Karosserie zum Unterscheidungskriterium im Straßenverkehr – Kunst und Design hielten endgültig Einzug in den Automobilbau. Damit begann die Blütezeit des Karosseriehandwerks und die Entwicklung zur Karosserieindustrie. Und bald nahmen auch künstlerische Reformbewegungen und Stilrichtungen wie Art Deco und Neue Sachlichkeit Einfluss auf die Formgestaltung, ebenso wie die Aerodynamik, die zu den Stromlinienkarosserien der 1930er Jahre führte.

Die von der Fahrzeug-Bodengruppe getrennte Karosserie der klassischen Automobilkonzeption ermöglichte eine große Vielfalt im Karosseriebau. Zwar war bereits 1922 mit dem Lancia Lambda das erste Automobil mit selbsttragender Karosserie und 1925 mit dem Hanamog 2/10 PS „Kommissbrot“ die erste Ponton-Karosserie (bei der die Radhäuser in den Karosseriekörper integriert sind) präsentiert worden. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzten sich diese funktionalen Karosseriebauweisen durch. Den „Carosseriers“ war damit die unverzichtbare Basis ihres Schaffens genommen.

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