Neue Richtlinie für H-Kennzeichen

20. September 2011

Ist es nur ein altes Auto oder schon ein echter Klassiker? Mit der neuen Oldtimerrichtline erhält der Sachverständige ab 1. November bei der Begutachtung des Fahrzeugs mehr Freiraum. Die bisherige Bewertungsskala zum Erhalt des begehrten H-Kennzeichens wird ersatzlos gestrichen.

Um bei der Oldtimerbegutachtung als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ anerkannt zu werden, muss das Auto mindesten 30 Jahre alt und in einem guten Pflege- und Erhaltungszustand sein – also wesentlich besser als „normale alte“ Fahrzeuge. Die wichtigsten Fragen zum Thema Klassiker und Oldtimerstatus beantwortet die aktuelle Broschüre „GTÜ Informativ“, die bei den GTÜ-Partnern kostenlos erhältlich ist und alternativ unter http://informativ.gtue.de zum Download bereitsteht.

Neue Oldtimerrichtline ab 1. November
Eine amtliche Begutachtung gemäß § 23 StVZO ist für die Zuteilung des H-Kennzeichens nach wie vor erforderlich. Durchgeführt werden die Begutachtungen bei allen anerkannten Überwachungsorganisationen wie der GTÜ. Die Hauptbaugruppen des Fahrzeugs müssen, angelehnt an den damaligen Originalzustand, vorhanden oder zeitgenössisch ersetzt sein. Durch zusätzliche Ausrüstung und Ausstattung darf der Originaleindruck des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt werden. Änderungen, die nachweislich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung oder Herstellungsdatum vorgenommen wurden und damit zeitgenössisch sind, werden anerkannt.

Als Orginalitätsnachweis für technische oder optische Änderungen können vom Halter Nachweise wie damalige Gutachten, der Fahrzeugbrief eines Fahrzeugs desselben Typs, damalige Herstellerfreigaben, einschlägige Fachliteratur, fahrzeugspezifische Dokumente (z. B. Betriebsanleitungen oder Originalprospekte) oder geeignete Presseveröffentlichungen (Vorstellungen und Testberichte) vorgelegt werden. Bei der Beschaffung entsprechender Nachweise helfen auch die GTÜ-Prüfingenieure vor Ort oder der GTÜ-Oldtimerservice unter www.gtue-oldtimerservice.de weiter.

6 Reaktionen

  1. Frauenberger September 22nd, 2011 at 08:30

    So können Youngtimerteile zu Oldtimerteilen werden.
    Die Sache technisches Kulturgut wird wohl einfacher.

  2. Proff, Hans-Peter Oktober 4th, 2011 at 13:59

    ich finde es korrekt, hier die Richtlinien zu straffen. Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, was alles mit einem H-Kennzeichen rumfährt.

  3. benjamin Dressler November 14th, 2011 at 18:09

    Ein Auto im Zustand 3 ist also nicht mehr erhaltenswert !
    So ein Unsinn .
    Ein Auto im Zustand 3 ist ein gepflegetes optisch
    ansprechendes Auto .
    Die Regeln sind doch Unsinn .
    Es kann sich nicht jeder leisten einen Wagen im 2 Zustand zu haben !
    Ein Zundstand 3 Auto ist noch lange keine fahrende Rostlaube !
    Zustand 2 ist vergleichbar mit einem Jahreswagen !
    Viele Autos wie zb ein Ford 20 M TS Osi lassen sich aufgrund
    nicht mehr zubekommender Teilen nicht in den Zustand 2 bringen .
    Und was ist mit Patina ???
    Historisch wertvolle Patina muss zerstört werden um den Anfoderungen
    zu genügen !
    Da läuft was falsch !!!

  4. peter November 14th, 2011 at 18:24

    Es geht hir nur um Abzocke .
    Das sage ich euch als Mitarbeiter bein Steuerberater
    Der Staat braucht Geld für Griechenland .
    Deswegen sollen weniger Oldtimer das H bekommen,
    damit sie regulär mehr Geld bezahlen an den Staat.
    In den Nierlanden sind Oldtimer übrigens steuerfrei ,
    auch ohne H-Prüfung

  5. Lars Doehmann November 19th, 2011 at 13:58

    Hallo Benjamin,

    wo steht denn etwas von Zustand 3 oder 2?? Da hat keiner was von gesagt. Im Gegenteil: Die neue Regelung scheint das Thema H-Kennzeichen sogar etwas lockerer als bisher zu sehen. Es geht um einen guten Zustand – damit will man nur Rostlauben und Schrott vom H-Kennzeichen ausschließen. Gegen Patina hat auch niemand etwas – auch hier ist das Gegenteil der Fall, denn Patina wird inzwischen immer öfter geschätzt und „unrestauriert original“ wird immer höher bewertet.
    beste Grüße, Lars

  6. Lars Doehmann November 19th, 2011 at 14:00

    Hallo Peter,
    das sehe ich nicht so mit der Abzocke. Die neuen Regeln fürs H-Kennzeichen deuten doch eher auf einen entspannteren Umgang mit Klassikern hin. Damit dürften es jetzt sogar noch mehr Fahrzeuge schaffen, das H-Kennzeichen zu kriegen. Die Regeln wurden auch vor der Griechenlandpleite gemacht, damit hat das also eher nichts zu tun, aber richtig ist, dass der Staat, die Bundesländer und viele Gemeinden finanziell fast am Ende sind.
    So schön es wäre, deshalb kriegen wir kein Wechselkennzeichen ohne die Steuer für jedes Auto bezahlen zu müssen.
    beste Grüße, Lars

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