Nach Hitzeschlacht und Sturm im Ziel!

18. Juli 2010

Die Hitzeschlacht der 2000 KM durch Deutschland des Jahres 2010 ist erfolgreich zu Ende gegangen!

Planmäßig ging am Samstag, dem 17. Juli 2010, die diesjährige Oldtimerrallye 2000 KM durch Deutschland über die Ziellinie. Mit einer überschwänglichen Begrüßung von rund 1000 Zuschauern vor dem Neuen Rathaus in Hannover wurden die Teilnehmer in der niedersächsischen Landeshauptstadt empfangen. Der erste Bürgermeister Bernd Strauch überreichte den Teilnehmern nach Absolvieren einer letzten Zeitprüfung eine silberne Plakette mit der Gravur des imposanten Gebäudes, Stephan Lützenkirchen schwenkte die karierte Zielflagge. Die Organisatoren Lars Döhmann und Horst-Dieter Görg gratulierten den Ankommenden und ehrten sie mit der wertvollen Erinnerungsplakette, auf der die Routenführung eingeprägt ist.

Hannovers Erster Bürgermeister Bernd Strauch begrüßt jeden Teilnehmer persönlich

Rund 50 Fahrzeuge hatten den Hitzemarathon und insgesamt 2383 Kilometer durch neun Bundesländer geschafft. Nach dem Prolog am 11. Juli gingen die Fahrzeuge am Morgen des 12. Juli auf die erste Etappe über Hagen nach Marienfeld bei Bielefeld. Abends sah man gemeinsam das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Am Folgetag fuhren die Klassiker bei anhaltender Hitze von deutlich über 30 Grad über Papenburg nach Bremen. Eine Windhose wirbelte das Teilnehmerfeld in Friesland durcheinander: Umstürzende Bäume hatten zwischenzeitlich die Strecke blockiert. Der dritte Fahrtag bei erneut starker Sonneneinstrahlung endete nach einer kurzen Mittagsrast in Ratzeburg erst in Rostock-Warnemünde. Hier wurde eine kleine Verschnaufpause eingelegt, denn beim folgenden Relax-Tag konnte eine vergleichsweise kurze Runde von 153 Kilometern über den Darß gefahren werden.

Die darauf folgende Etappe durch die Mecklenburger Seenplatte begann mit ein paar Regentröpfchen, doch bald war der Himmel wieder blau und die Sonne strahlte bei der Mittagspause in Fleesensee und auch bei der Zielankunft in Potsdam. Eine knapp 420 Kilometer lange Etappe am Freitag führte über Cottbus nach Halle an der Saale, wo der Marktplatz im Zentrum Endstation des Tages war. Der Schlussspurt über die Autostadt in Wolfsburg war dann nur noch 335 Kilometer lang und zur Erleichterung der von sechs sehr warmen Tagen geplagten Teilnehmern und Fahrzeugen waren die Temperaturen zurückgegangen. Ein paar kleine Schauer sorgten für willkommene Erfrischung.

Letzte Zeitprüfung vor dem Ziel: Team Zeidler im Ford Model A

Weitere Erfrischung, innerlich angewendet, gab es dann als das knapp neun Kilometer lange letzte Teilstück vom Trammplatz in Hannover bis zum Copthorne-Hotel in Laatzen geschafft war. Dort wurde ganz sicher nicht nur lauwarmen Kamillentee serviert, doch vor dem Sieger-Schampus konnten sich die Teilnehmer, die begleitenden Helfer des Automobil-Club-Verkehr und das gesamte Team der Rallye-Organisation an einem frugalen Buffet stärken. Mit Spannung erwartete man die Siegerehrung, während Bilder von den letzten Etappen gezeigt wurden.

Siegertypen: Porsche 356 B T6 und Buick Special Eight

Nach Pokalen für die Sieger in sechs Wertungsklassen sowie den Team- und Markenwertungen wurde besonders der Gesamtwertung entgegengefiebert.

Siegerpokale: Wertvolle Sachpreis von TUIfly und Junghans kamen dazu. Tour-Maskottchen Knud Knuddel (unten rechts im Bild) wurde später zugunsten der Lebenshilfe Gießen e.V. versteigert.

Am Ende fand sich ein Team mit einem in Deutschland sehr seltenen Vorkriegs-Klassiker an der Spitze wieder: Brigitte und Peer Thieme aus Nordhorn, die schon mehrfach an der 2000 KM durch Deutschland teilgenommen hatten, siegten auf ihrem Buick Special Eight von 1938. Der zweite Rang ging an die Wiederholungs-Mitfahrer Heide-Lore und Detlef Zeidler aus Jerrishoe auf einem Ford Model A von 1929. Platz drei erreichten bei ihrer zweiten Teilnahme Gabriele Kottenbach und Ralf Gerdes aus Köln auf ihrem Porsche 356 B T6 von 1962. Pokale und Siegerlorbeer überreichte Franz-Georg Wolpert, der Präsident des Automobil-Club Verkehr.

Gesamtsieger Brigitte und Peer Thieme, rechts ACV-Präsident Franz-Georg Wolpert

Moritz Horejschi, der mit seinem Vater Dr. Jost Horejschi die ganze Woche im TUIFly – Team unterwegs war, überreichte als Vertreter des Sponsors TUIFly die Sonderpreise für die Plätze 3 und 1. Fluggutscheine im Wert von EUR 600,– und eine limitierte Reproduktion einer Fliegeruhr im Wert von 2.500 Euro wurden für Platz 3 und Platz 1 von TUIFly zur Verfügung gestellt. Für den zweiten Platz hatte Junghans eine weitere edle Uhr ausgelobt. Anschließend an die Siegerehrung wurde bis in den frühen Morgen gefeiert.

Die detaillierten Ergebnisse der 22. Auflage der Oldtimer-Zuverlässigkeitsfahrt werden in Kürze auf dieser Homepage eingestellt. Bitte gestatten Sie dem Team dazu eine kurze Aufbereitungs- und Verschnaufpause. Natürlich sollen auch weitere Bilder eingestellt werden, doch für die Bearbeitung des umfangreichen Materials von einigen Gigabyte wird weitere Zeit benötigt. Danke für Ihr Verständnis.

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